Maschinenbau
Kovats hat bei Müller-Weingarten überreizt

Der Verkauf des schwäbischen Karosseriepressen-Herstellers Müller-Weingarten an den österreichischen Investor Mirko Kovats ist vorerst gescheitert.

HB WEINGARTEN. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert einen anonymen Informanten, der an den Verhandlungen beteiligt sei, so: "Die Gespräche mit ihm wurden abgebrochen. Kovats habe mehrfach versucht, nachzuverhandeln und den Preis für die Mehrheitsbeteiligung nochmals zu drücken, nachdem bereits eine weitgehende Einigung erzielt worden sei.

"Er ist sehr interessiert, aber er hat es zumindest im Moment überreizt", sagte der Informant. Offen blieb, ob der Österreicher damit komplett für weitere Gespräche aus dem Rennen ist. Zunächst werde nun aber verstärkt der Kontakt zu den anderen Interessenten gesucht.

Auch die "Financial Times Deutschland" hatte am Dienstag berichtet, dass die Gespräche mit Kovats vor dem Aus stünden. Mitte Juli hatte Reuters berichtet, dass mit dem Österreicher bevorzugt verhandelt wird. Es geht dabei um einen 68,1-Prozent-Anteil an Müller-Weingarten, die seit vier Jahren bei der Frankfurter Privatbank Metzler geparkt sind. Insgesamt gibt es etwa eine Hand voll Interessenten.

Mit den Gesprächen Vertraute hatten zuletzt von einem Kaufpreis in einer Größenordnung von 100 Millionen Euro für den den Hersteller von Werkzeugmaschinen für die Autoindustrie gesprochen. Metzler bietet Müller-Weingarten seit Herbst letzten Jahres wieder zum Verkauf an. Das Bankhaus lehnte am Abend eine Stellungnahme ab. Ein Kommentar von Müller-Weingarten und Kovats lag zunächst nicht vor.

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