Maschinenbau „Made in Germany“ gefragter denn je

Die Auftragsbücher der deutschen Maschinenbauer füllen sich. Gerade die starke Nachfrage aus dem Ausland ist eine treibende Kraft. Die Zuversicht in der Branche wächst.
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Der deutsche Maschinenbau ist im Ausland gefragt. Quelle: dpa
Made in Germany

Der deutsche Maschinenbau ist im Ausland gefragt.

(Foto: dpa)

FrankfurtDeutschlands Maschinenbauer gehen dank starker Nachfrage aus dem Ausland mit gut gefüllten Auftragsbüchern in die zweite Jahreshälfte 2017. Produktion und Export zogen in den vergangenen Monaten an, wie der Branchenverband VDMA am Dienstag in Frankfurt mitteilte. „Die Unternehmen sind gut ausgelastet. Sie produzieren deutlich mehr“, erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

In den ersten sechs Monaten gingen vier Prozent mehr Bestellungen bei der exportorientierten Branche ein als im Vorjahr. Aus dem Ausland kamen fünf Prozent mehr Aufträge, angetrieben vor allem von der Nachfrage aus dem Euroraum. Im Inland habe es ein leichtes Plus von einem Prozent gegeben. Hier gebe es zweifellos noch Nachholbedarf, sagte Wiechers. „Insgesamt sind wir zufrieden, dass der Aufschwung Kontur gewinnt und fast die gesamte Breite des Maschinenbaus erfasst hat“.

Die mittelständisch geprägte Branche mit mehr als einer Million Beschäftigten hatte jüngst die Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Der VDMA rechnet nun mit einem Plus von drei Prozent bei der Maschinenproduktion.

Die wichtigsten Roboterbauer der Welt
Dürr AG (Deutschland)
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Im Jahr 1895 gründete Paul Dürr den Maschinen- und Anlagenbauer. Mittlerweile ist die Dürr AG ein börsennotiertes Unternehmen, in dem unter anderem Lackierroboter (Bild) hergestellt werden. Das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart beliefert vor allem Automobilhersteller. Im Jahr 2016 machte Dürr mit seinen Robotern einen Umsatz von 561 Millionen Euro.

(Quelle: Geschäftsberichte/Statista)

Kuka Robotics (Deutschland)
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Die Kuka AG mit Sitz in Augsburg produziert Industrieroboter ebenfalls hauptsächlich für die Automobilbranche. Die Roboter des börsennotierten Unternehmens wurden aber auch schon in Spielfilmen und als Fahrgeschäfte in diversen Freizeitparks eingesetzt. 2016 übernahm der chinesische Hausgerätehersteller Midea das Unternehmen. Der Umsatz mit Industrierobotern lag 2016 bei 994 Millionen Euro.

Kawasaki Heavy Industries (Japan)
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Der japanische Schwerindustriekonzern produziert und nutzt auch Industrieroboter. Sie werden insbesondere beim Fahrzeugbau eingesetzt. Der Konzern baut außerdem Flugzeuge, Turbinen und Schiffe. 2016 lag der Umsatz bei den Robotern bei umgerechnet 1,06 Milliarden Euro.

Yaskawa (Japan)
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Die japanische Firma erfand den Begriff Mechatronik und ließ ihn sich bereits 1972 patentieren. Auf dem Robotermarkt gehört das Unternehmen zu den Pionieren. Die sogenannten Motoman-Roboter für den industriellen Gebrauch werden schon seit 1977 verkauft. Der Umsatz bei der Roboterherstellung lag vergangenes Jahr bei 1,2 Milliarden Euro.

Fanuc (Japan)
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Das Elektronik- und Maschinenbauunternehmen stellt neben Industrierobotern auch Fräsmaschinen oder Maschinen zur Nano-Bearbeitung her. Das „Forbes“-Magazin nahm die Firma 2011 in seine Liste der weltweit innovativsten Unternehmen auf. Fanuc machte 2016 mit seinen Robotern einen Umsatz in Höhe von 1,5 Milliarden Euro.

ABB Robotics (Schweiz)
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Der Energie- und Automatisierungskonzern ABB hat seinen Hauptsitz in Zürich und ist international tätig. Die Firma machte 2016 mit ihren Industrierobotern einen Umsatz in Höhe von rund 8,3 Milliarden Euro.

Mitsubishi Electric
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Die Japaner sind der Spitzenreiter bei der Roboterproduktion. Mit der Herstellung der Maschinen machte die Firma 2016 einen Umsatz in Höhe von 10,4 Milliarden Euro.

Von Januar bis Mai stieg die Produktion um 3,5 Prozent, die Exporte legten um 4,1 Prozent zu. Die Auslastung der Produktionskapazitäten verbesserte sich und lag zuletzt erstmals seit 2012 wieder über dem langjährigen Schnitt, wie der VDMA mitteilte.

Im Juni stiegen die Bestellungen gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent. Dazu trug vor allem die Nachfrage aus Ländern außerhalb des Euroraums bei. Im gemeinsamen Währungsraum gab es dagegen ein Minus. Allerdings war die Nachfrage aus den Euro-Ländern im Vergleichszeitraum Juni 2016 den Angaben zufolge auch außergewöhnlich stark gewesen. Dem Inlandsgeschäft fehlte dagegen der Schwung – gegenüber dem Vorjahr sanken die Bestellungen um drei Prozent.

  • dpa
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