Industrie
Maschinenbau ruft zu „Schulterschluss“ auf

Der Maschinenbauverband VDMA hat IG Metall und Arbeitgeber zu einem „Schulterschluss“ für eine rasche Lösung ihres Lohnkonflikts gedrängt. „Wir brauchen einen schnellen Tarifabschluss, weil es gerade jetzt darauf ankommt, die Unternehmen nicht noch zusätzlich mit einem unkalkulierbaren Tarifstreit zu belasten“, sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse dem Handelsblatt

BERLIN. Unter dieser Voraussetzung gebe es nach wie vor „gute Spielräume“ für einen „auch aus Sicht der Arbeitnehmer vernünftigen Tarifabschluss“, betonte er. Die Tarifrunde für die 3,6 Millionen Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie erreicht in dieser Woche eine vorentscheidende Phase.

Die Arbeitgeber wollen voraussichtlich am Donnerstag im Schlüsselbezirk Baden-Württemberg mit einem konkreten Angebot auf die IG-Metall-Forderung nach acht Prozent mehr Lohn antworten. Am Wochenende läuft die Friedenspflicht ab. Die IG Metall plant bereits massive Warnstreiks.

Angesichts der wachsenden wirtschaftlichen Unsicherheiten sei „ein Schulterschluss der Tarifparteien auch gesamtwirtschaftlich dringend nötig“, mahnte Hesse. Hauptvoraussetzung sei, „dass die IG Metall von ihrer realitätsfernen Forderung herunterkommt“ – umgekehrt forderten die Arbeitgeber „ja auch keine Nullrunde“. Allerdings warnte der VDMA-Hauptgeschäftsführer: „Je unbeweglicher die IG Metall auf ihren acht Prozent beharrt, desto mehr zwingt sie die Arbeitgeber, ihrerseits zunächst mit einer taktisch niedrigen Zahl in die weiteren Verhandlungen zu gehen.“

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) vertritt innerhalb der Metall- und Elektroindustrie den größten Einzelbereich mit zusammen knapp einer Million Beschäftigten.

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