Maschinenbau Schlechte Kurse trotz guter Gewinne

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Denn die Branche hat über mehrere Jahre Rekordgewinne eingefahren. Nach der Branchenkrise der Jahre 2002 und 2003 haben die Unternehmen enorm rationalisiert und konnten im jetzt fünfjährigen Boom ihre Bilanzen kräftig verbessern. Auch wenn viele Maschinenbauer als kleine Spezialisten reine Familienunternehmen geblieben sind und kaum Zahlen veröffentlichen, wird doch deutlich, dass sich die Ertragslage enorm verbessert hat. Die Eigenkapitalquote hat sich von 20 Prozent in den 90er-Jahren auf 30 Prozent erhöht.

Und die Aussichten sind weiterhin gut. Die Auftragsbücher laufen über, viele Maschinenbauer sind bis zum Jahresende oder darüber hinaus ausgebucht. Dadurch ist der Umsatz für das laufende Jahr weitgehend gesichert, die Gewinne werden weiter steigen. Selbst der Dollar macht kaum Probleme, lediglich die Hersteller von Druckmaschinen leiden heftig. "Wir sehen daher für die Mehrzahl der von uns beobachteten Unternehmen keine Gefahr eines bevorstehenden Abschwungs und eines Ergebnisrückgangs 2008 oder 2009, sofern sich die Finanzmarktkrise und die US-Rezession nicht auch noch 2009 fortsetzen", meint Analyst Rothenaicher. Er erwartet für die Mehrzahl der Unternehmen für 2008 weitere deutliche Verbesserungen bei Umsatz und Ergebnis.

Allgemein zählt der Maschinen- und Anlagenbau zu den konjunkturellen Nachläufern. Bis die Kunden neue Maschinen bestellen und damit ihre Kapazitäten erweitern, dauert es immer eine Weile. Deshalb beginnt ein Boom im Maschinenbau später als in der allgemeinen Wirtschaft, endet dafür aber auch später. Und Werkzeugmaschinenbauer wie Gildemeister oder Hermle sind noch später dran, da ihre Kunden vor allem die Maschinenbauer sind. Deshalb dürfte die Branche auch bei einer allgemein abflauenden Konjunktur für das nächste Jahr noch gut beschäftigt sein. Unicredit stuft daher den gesamten Engineering-Sektor mit "Übergewichten" ein.

Die besten Chancen räumen Analysten denjenigen Maschinenbauern ein, die nur geringen zyklischen Schwankungen unterliegen. Für Rothenaicher sind dies der Hersteller von Getränkeabfüll-Anlagen Krones und die Gea Group mit ihrer starken Ausrichtung auf die Lebensmittelindustrie. Analyst Schramm zählt zu seinen Favoriten Deutz, Kuka und Dürr.

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