Maschinenbau und Elektroindustrie
Zwei Branchen, eine Klage

Die deutschen Maschinenbauer und die Elektro- und Elektronikbranche haben auf der Hannover Messe unisono eine schwache Inlandsnachfrage und hohe Rohstoffpreise beklagt

HB HANNOVER. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) unterstrich seine Prognose, wonach die Branche in diesem Jahr um 3 % wachsen wird nach 5,2 % im Vorjahr. Dafür werde allein der gute Export verantwortlich sein, sagte VDMA-Präsident Dieter Brucklacher. Aufwärts gehe es vor allem beim Geschäft mit Ländern in Ost- und Südostasien, insbesondere China.

Das Inlandsgeschäft habe dagegen in den vergangenen zwölf Monaten stagniert. "Das kann und darf nicht so bleiben, sonst geht der gesamte Wachstumszyklus an den Inlandsinvestitionen vorbei“, monierte Brucklacher. Zusätzliche Sorgen bereiteten den Unternehmen die hohen Rohstoffpreise, die auf die Erträge drückten.

Brucklacker sagte, der Beschäftigungsabbau im deutschen Maschinenbau sei im zweiten Halbjahr 2004 gestoppt worden. Für das laufende Jahr rechne der VDMA mit einem "leichten Aufbau" der Beschäftigung um 4000 bis 5000 Stellen. Ende 2004 waren im deutschen Maschinenbau rund 865 000 Menschen beschäftigt. 2001 waren es noch rund 900 000.

Elektrobranche wagt keine konkrete Prognose

Auch die Elektrotechnik- und Elektronikbranche rechnet in diesem Jahr mit einem geringeren Wachstum als 2004, als ein Plus von 5,5 Prozent erzielt wurde. Allerdings will der Branchenverband ZVEI keine konkrete Prognose wagen. Der Verband begründet seine geringeren Erwartungen ebenfalls mit hohen Rohstoffpreisen und einer schwächelnden Inlandsnachfrage.

Laut ZVEI ist der Personalabbau in der Branche im vergangenen Jahr "weitgehend" zum Stillstand gekommen. 2005 sei damit zu rechnen, dass die Gesamtzahl der Beschäftigten wieder zunehmen.

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