Maschinenbau
Unternehmen besinnen sich auf die Heimat

Jahr für Jahr wandern Arbeitsplätze ins Ausland ab, sogar in der Entwicklung. Doch nicht selten fallen die Unternehmer jenseits der Grenze auf die Nase und kehren reumütig heim. Denn auch in Deutschland lässt sich günstig produzieren.

BERLIN. „Jedes Jahr werden in Deutschland Arbeitsplätze in der Größe der Stadt Nürnberg ins Ausland verlagert.“ Horst Wildemann von der Technischen Universität München sieht den Trend zur Abwanderung der Arbeitsplätze auch im Maschinenbau ungebrochen. 27 Prozent der deutschen Maschinenbauer haben nach seinen Untersuchungen Arbeitsplätze ins Ausland verlagert, 58 Prozent planen dies. „Dies Verlagerungen betreffen inzwischen nicht nur die Fertigung, sondern auch die Entwicklung“, sagte er auf dem Deutschen Maschinenbau-Gipfel in Berlin.

Die Gründe sind vor allem die hohen Kosten in Deutschland, so Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA. Dazu komme die Erschließung neuer Märkte. „Wer wachsen will, muss das im Ausland.“ Die bevorzugten Regionen für Investitionen in neue Fertigungen liegen vor allem in Osteuropa und China. Dies führte dazu, dass die Branche 2004 – trotz Rekordproduktion in Deutschland – nur noch 885 000 Personen beschäftigte, 7000 weniger als im Vorjahr. Im Ausland sind es bereits 200 000.

Doch der Umzug ins Ausland ist nicht immer erfolgreich. „Rund zehn Prozent der Verlagerungen werden nach wenigen Jahren wieder revidiert“, sagt Wildemann. Über die Hälfte der Verlagerungen von Stellen in der Forschung und Entwicklung erreichten nicht die Gewinnschwelle.

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