Industrie

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Maschinenbauer: Andritz glaubt trotz Rückschlag an Prognosen

Der Grazer Maschinen- und Anlagenbauers Andritz hält weiter an seiner Prognose für 2012 fest - auch wenn im dritten Quartal der Gewinn gesunken ist. Denn das Unternehmen hat ein dickes Polster an Aufträgen.

Der Turbinenhersteller Andritz musste einen Gewinnrückgang hinnehmen. Quelle: PR
Der Turbinenhersteller Andritz musste einen Gewinnrückgang hinnehmen. Quelle: PR

WienDer Gewinn des Grazer Maschinen- und Anlagenbauers Andritz ist im dritten Quartal 2012 gesunken. Das Unternehmen, das auf Anlagen für die Papierindustrie und auf Turbinen und Generatoren für Wasserkraftwerke spezialisiert ist, bekräftigte dennoch seine Prognose, für 2012 werde ein Umsatzanstieg auf rund fünf (4,6) Milliarden Euro und ein Gewinnzuwachs erwartet. „Sollte es jedoch in den kommenden Monaten zu einer weiteren Eintrübung der globalen Wirtschaft kommen, so könnte dies die Ergebnisentwicklung der Gruppe negativ beeinflussen“, warnte der steirische Konzern am Dienstag.

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Analysten schätzen das Risiko für einen Knick bei den Ergebniszahlen aber aufgrund des hohen Auftragspolsters als gering ein. Im dritten Quartal lag der Auftragseingang mit 1,24 Milliarden Euro geringfügig unter dem Vorjahresniveau und leicht unter den Erwartungen von Analysten. Der Konzern führt dies hauptsächlich auf einen Großauftrag im Vorjahreszeitraum zurück. Der Auftragsstand sank auf 6,9 Milliarden Euro, nach 7,3 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg um 7,9 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro.

Maschinenbau

Der operative Gewinn (Ebita) sank um 3,7 Prozent auf 86,5 Millionen Euro. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn auf 58,5 Millionen Euro nach 62,0 Millionen Euro. Insgesamt liegen die Ergebnisse marginal unter den Erwartungen. An der Wiener Börse gab die Andritz-Aktie, die kürzlich auf ein Allzeithoch kletterte, dennoch um 2,4 Prozent nach. Seit Jahresbeginn ist Andritz der stärkste Wert im Wiener Leitindex ATX. Weiterhin robust sei die Nachfrage in der Papierindustrie. Dort hätten Kunden signalisiert, bis Mitte kommenden Jahres weitere Großprojekte zu vergeben.

Auch der finnische Konkurrent Metso geht hier für 2012 von steigenden Umsätzen und Ergebnissen aus.

Eine gute Nachfrage erwartet Andritz nach wie vor von den Schwellenländern, besonders aus Südamerika und Asien. In den kommenden Jahren peilt das Unternehmen ein Wachstum von durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr an - sowohl organisch als auch durch Zukäufe. Über den Konjunkturzyklus wird unverändert eine EBITA-Marge von sieben Prozent angestrebt.

Im dritten Quartal schrumpfte die operative Marge auf 6,8 (7,7) Prozent. Einen Wachstumsschub dürfte dem österreichischen Unternehmen im kommenden Jahr auch die Übernahme des schwäbischen Metallpressenherstellers Schuler für rund 600 Millionen Euro bringen.

 

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