Maschinenbauer
Heideldrucks Sanierungskurs zeigt Erfolge

Heideldruck gesundet. Zwar steckt das Unternehmen noch immer in den roten Zahlen, aber die Tendenz geht in die Gewinnzone. Die Euro-Stärke macht dem Unternehmen allerdings zu schaffen.
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StuttgartPreiserhöhungen und das strikte Sparprogramm zeigen bei dem angeschlagenen Maschinenbauer Heidelberger Druck Wirkung. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres (Juli bis September) sank der Verlust von 31 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 9 Millionen Euro. „Wir sind auf unserem Weg in die Profitabilität einen ganzen Schritt vorangekommen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerold Linzbach am Dienstag. Heideldruck kommt seit Jahren nicht aus den roten Zahlen. Linzbachs Sanierungsrezept: weniger Mitarbeiter, mehr strategische Partnerschaften, eine neu geordnete Führung und Preiserhöhungen.

Beim operativen Ergebnis (Ebit) hat es Heideldruck bereits aus dem Minus geschafft: Das Unternehmen verzeichnete im Vorjahresvergleich einen Sprung von minus 7 Millionen Euro auf 13 Millionen Euro. Linzbachs Ziel, die Mitarbeiterzahl bis Mitte 2014 auf höchstens 13 500 zu drücken, ist fast erreicht: Ende September hatte das Unternehmen noch 13 616 Beschäftigte - 1129 weniger als im Vorjahr. „Der große Abbau ist abgeschlossen“, sagte Linzbach.

Auch eine neue strategische Partnerschaft konnte er bekanntgeben: Gemeinsam mit Fujifilm werde Heideldruck künftig Produkte der nächsten Generation für den Digitaldruck entwickeln. „Wir sehen strategische Kooperationen als effizienten Weg, um Zugang zu neuen Technologien zu erhalten“, erklärte der Unternehmenschef. „Durch die Inkjet-Technologie von Fujifilm können wir auf unseren Erfahrungen im Digitaldruck aufbauen und so schnell in das High-End-Segment vorstoßen. Unser Ziel ist es, auch im wachsenden Digitaldruckmarkt ein Global Player zu werden”, sagte Vorstandschef Gerold Linzbach am Dienstag.

Der Heidelberger Druckmaschinenbauer sieht sich weiter auf Kurs, im laufenden Geschäftsjahr erstmals seit dem Geschäftsjahr 2007/2008 wieder einen Jahresüberschuss zu erzielen. „Unsere Zuversicht, im Folgejahr nochmal deutlich zulegen zu können, wächst angesichts der Verbesserungen auf allen Ebenen”, so Linzbach.

Zu schaffen machte Heideldruck die starke Abwertung einiger Währungen gegenüber dem Euro. Dies habe sich auch negativ auf den Umsatz ausgewirkt: Er fiel auf 593 Millionen Euro (Vorjahr: 697 Millionen Euro). In Brasilien gebe es wegen der Währungsschwäche eine starke Investitionszurückhaltung. Der Auftragseingang sank im zweiten Quartal insgesamt auf 614 Millionen Euro (Vorjahr: 667 Millionen Euro). Der Auftragsbestand ging von 790 Millionen Euro auf 598 Millionen Euro zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • HEIDELDRUCK-QUARTALZAHLEN-
    bitte sorgfältiger recherchieren..!!
    .............................................
    vergleich mit den umsatzzahlen des vorjahres
    wegen der drupa problematisch, da es nach der
    alle 4 jahre stattfindenden messe immer zu einem auftragsschub kommt.
    ..
    andere analysten haben diesen umstand erwähnt und
    nicht als reinen umsatzrückgang kommentarlos berich-
    tet.

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