Maschinenbauer
Homag weitet Sparmaßnahmen aus

Homag brechen die Aufträge immer stärker weg. Und der Maschinenbauer Homag rechnet auch nicht mehr mit einer Erholung der Nachfrage bis Jahresende. Nun muss noch mehr gespart werden als bisher.

HB STUTTGART. Homag verschärft seinen Sparkurs. „Wir kommen um weitere personelle Kapazitätsanpassungen nicht umhin“, sagte Vorstandschef Joachim Brenk bei der Vorlage des Quartalsbericht für die Monate Januar bis März. In diesem Zeitraum fiel ein Nachsteuerverlust von elf Mio. Euro an, nach einem Gewinn in gleicher Höhe im Vorjahr. Zusätzlich zu dem bereits ankündigten Abbau von rund 700 Festangestellten und mehr als 300 Leiharbeitern müssten weitere 400 Stellen gestrichen werden, etwa über kürzere Arbeitszeitzeiten. Zuletzt beschäftigte Homag 5400 Mitarbeiter.

Wegen der „sehr zurückhaltenden Investitionsneigung“ der Kunden aus der Möbel- und Bauindustrie sei der Auftragseingang für Maschinen zur Holzbearbeitung im ersten Vierteljahr um zwei Drittel auf 75 Mio. Euro eingebrochen. Der Umsatz sank um knapp die Hälfte auf 119 Mio. Euro. Die Talsohle sei damit wohl zwar erreicht, sagte Homag-Chef Brenk. Das gesamte Jahr 2009 werde jedoch schwach bleiben, es sei keine deutliche Geschäftsbelebung zu erwarten. Zudem müsse Homag hohe Ausgaben in Höhe von rund zehn Mio. Euro für den Personalabbau schultern.

Zum Ende des laufenden Geschäftsjahres rechnet Finanzvorstand Andreas Hermann mit einem leicht positiven Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit). Bereits 2008 hatte die Wirtschaftskrise Homag die Geschäfte verdorben. Das Ebit war um gut zwölf Prozent auf 69 Mio. Euro gesunken, die Dividende um zwei Drittel reduziert worden. Großaktionär von Homag ist die Deutsche Beteiligungs AG.

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