Maschinenbauer
Klöckner-Werke wollen Lohnerhöhung verschieben

Der Maschinenbauer Klöckner-Werke will die für Mai geplante Lohnerhöhung vertagen. Vorstandsmitglied Burkhard Becker begründete den geplanten Schritt im Gespräch mit dem Handelsblatt mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage, in der sich die mehrheitlich vom Stahlkonzern Salzgitter kontrollierte Gesellschaft befindet.

FRANKFURT. Becker: „Unsere Absicht ist, dass wir die Lohnerhöhung verschieben.“ Der im vergangenen November vereinbarte Metalltarifvertrag sieht eine Lohnerhöhung in zwei Stufen um jeweils 2,1 Prozent vor. Die erste Lohnerhöhung trat bereits in Kraft, die zweite soll zum 1. Mai umgesetzt werden. Da bereits im Herbst 2008 die Wirtschaftsflaute spürbar wurde, vereinbarten die Tarifpartner eine Härtefallklausel. Danach kann die zweite Stufe der Tariferhöhung um sieben Monate verschoben werden. Nötig ist dafür allerdings die Zustimmung der Betriebsrats

Bei Klöckner gebe es diese Zustimmung des Betriebsrats bislang nicht, sagte Becker, der seit Anfang Februar im Vorstand der Klöckner-Werke sitzt. „Es ist aber bis dahin noch einige Zeit; die Gespräche mit dem Betriebsrat werden erst kurz vor dem Termin aufgenommen.“

Die Klöckner-Werke und ihre Tochter KHS, die den weitaus größten Teil des Umsatz generiert, werden von der Wirtschaftskrise massiv gebeutelt. Anfang Dezember hatte das Unternehmen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2008 kassiert: Statt eines operativen Gewinns auf dem Vorjahresniveaus von 52 Mio. Euro rechnet die Klöckner-Werke AG nun mit einem deutlichen schlechteren Ergebnis. Seine Bilanz will der Konzern am 17. März vorlegen.

Becker hielt sich mit einer Prognose zurück. Das Unternehmen stelle sich darauf ein, dass 2009 schwierig bleiben werde. Mit seinen Sorgen steht Klöckner nicht alleine da: Erst kürzlich hatte der Branchenverband VDMA seine Prognose für die Maschinenbauer deutlich nach unten korrigiert. Auch die geplante Verschiebung der Tariferhöhung ist kein Sonderfall. So sollen sich nach dem Autobauer Daimler auch der Zulieferer Continental und Audi diese Option offen halten.

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