Maschinenbauer
Kuka verschafft sich frisches Kapital

Der anschlagene Anlagenbauer Kuka verschafft sich Luft zum Atmen. Mehrere unbekannte Investoren beteiligen sich mit 28 Millionen Euro. Altaktionäre wurden von der Kapitalerhöhung ausgeschlossen.
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HB AUGSBURG. Der angeschlagene Roboter- und Anlagenbauer Kuka verschafft sich finanziell Luft. Über eine Kapitalerhöhung sollen knapp 28 Mio. Euro in die Kasse fließen, wie das Unternehmen am Freitag in Augsburg mitteilte. Die neuen Aktien, die zehn Prozent am Gesamtbestand ausmachen, fanden mehrere ungenannte Abnehmer.

Das Geschäft eingefädelt hatte die Privatbank Behrenberg. Sie übernahm in einem ersten Schritt die komplette Tranche. "Wir haben die Aktien direkt an institutionelle Investoren weiterplatziert", sagte ein Banksprecher auf Nachfrage. Woher die Investoren stammen, wollte er nicht sagen. Mitte der Woche war Kuka zusammen mit Berenberg auf Roadshow in London gewesen. Ein Kuka-Sprecher konnte nichts zum Verbleib der Papiere sagen.

Eine neue Aktie kostete 10,50 Euro. Vor der Bekanntgabe der Kapitalerhöhung war das Papier im Tagesverlauf kontinuierlich gestiegen und legte auch danach weiter zu auf rund zwölf Euro. Vor einem Jahr war Kuka allerdings noch fast dreimal soviel wert gewesen. Dann kam die Wirtschaftskrise. Vor allem die wichtigen Kunden aus der Autoindustrie fielen weg. Kuka schrieb rote Zahlen und setzte mit einem Bruch einer Kreditbedingung sogar seine Existenz aufs Spiel.

Belastend hinzu kamen Streitereien zwischen dem alten Vorstand und dem Großaktionär Grenzebach, der knapp 30 Prozent an Kuka kontrolliert. Der mittelständische Maschinenbauer hat inzwischen die Macht in Augsburg übernommen und den Vorstand mit eigenen Leuten besetzt. Frühestens im kommenden Jahr rechnet das Management mit einer Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Auf dem Weg dahin fallen auch Stellen weg.

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