Maschinenbauer
Manz wächst rasant

Der Solar- und LCD-Maschinenhersteller Manz Automation hat in den ersten neun Monaten des Jahres kräftig zugelegt und seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Und auch der Ausblick für 2009 fällt überraschend positiv aus.

HB REUTLINGEN. Bis September stieg der Umsatz von 46,8 auf rund 159 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Montag in Reutlingen mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdreifachte sich von 6,3 auf 18,8 Mio. Euro. Analysten hatten zwar ein noch etwas besseres Abschneiden erwartet. Sie wurden jedoch durch den Ausblick des TecDax-Neulings besänftigt. Die Aktie stieg in den ersten Minuten in einem freundlichen Gesamtmarkt um acht Prozent auf 79,40 Euro.

Unter dem Strich legte Manz von Januar bis September beim Gewinn auf 14,1 Mio. Euro zu nach 6,44 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Wegen eines guten Auftragseingangs und einer gesicherten Auslastung bis zur Jahresmitte 2009 gehe der Vorstand weiter von einer Umsatzprognose von 235 bis 240 Mio. Euro aus, hieß es. Ziel sei es zugleich, für das Gesamtjahr eine EBIT-Marge in etwa auf dem Niveau der ersten neun Monate zu erreichen. Diese hatte bei 11,8 Prozent gelegen nach 13,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. Als Grund für den Rückgang nannte Manz die Konsolidierung der im laufenden Jahr akquirierten Unternehmen.

2009 solle die Marge wieder steigen, kündigten die Reutlinger an. Dabei helfe die Umstellung des Produktsortiments der neuen Tochtergesellschaften auf profitablere Solarprodukte. Manz kaufte in diesem Jahr drei Unternehmen zu - in Tübingen, in der Slowakei und in Taiwan. Bei diesen Zukäufen ging es aber zumeist in erster Linie um den Kapaziätsausbau, um Flächen und Mitarbeiter. In Taiwan baut Manz eine neue Produktion auf. „Die Integration der akquirierten Unternehmen in die Manz-Gruppe schreitet wie geplant voran“, sagte Vorstandschef Dieter Manz.

Künftig werde das Unternehmen Wachstumschancen auch in „aufstrebenden Märkten“ wie den USA, den arabischen Ländern und Indien nutzen. Schon im September hatte Manz gesagt, es werde künftig Niederlassungen mit Technikern vor Ort auch in Indien und in Singapur geben, danach stehe die Westküste Nordamerikas auf dem Programm.

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