Maschinenbauer schlagen Alarm
Geschäftsrisiko Produktfälscher

Produkte deutscher Maschinen und Anlagenbauern genießen weltweit einen guten Ruf. Doch das ruft immer mehr Fälscher auf den Plan. Der Branchenverband VDMA warnt: Produktpiraterie kostet die Branche Milliarden.
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FrankfurtSie fälschen Ersatzteile, Komponenten und sogar ganze Maschinen: Produktpiraten machen Deutschlands Maschinenbauern immer mehr zu schaffen. „Bei uns spielt sich der Schaden in der Bandbreite von fünf bis zehn Prozent vom Umsatz ab“, sagt Bruno Lindl, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei der ebm-papst Gruppe, zum Anwendertag Produktpiraterie des Branchenverbands VDMA am Dienstag in Frankfurt: „In Euro ausgedrückt geht uns Geschäft im Volumen von 100 bis 150 Millionen Euro pro Jahr verloren. Das ist ein erheblicher Faktor.“

Der Mulfinger Hersteller von Elektromotoren und Ventilatoren ist mit dem Problem nicht allein. „71 Prozent der Unternehmen sind von Produkt- oder Markenpiraterie betroffen. Der geschätzte Schaden für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau beträgt 7,9 Milliarden Euro jährlich“, rechnet der Branchenverband VDMA vor - und schließt sowohl Fälschungen als auch Plagiate mit ein. Der Unterschied: Plagiate haben dasselbe Design wie das Original, werden aber unter einer anderen Marke verkauft.

Die Schattenwirtschaft im Maschinenbau ist zuletzt auf ein unrühmliches Rekordniveau gestiegen. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht, mahnt Steffen Zimmermann, VDMA-Experte für Produkt- und Know-how-Schutz: „Das Thema Digitalisierung wird das Thema Produktpiraterie noch verschlimmern: Dadurch können die Daten und das Know-how einfacher abfließen.“

Dabei würde schon der Umsatz in der Schadenshöhe von 7,9 Milliarden Euro der deutschen Schlüsselindustrie knapp 38.000 Arbeitsplätze sichern. Auch Horst Lang, Leitung Global Engineering Quality bei Festo in Esslingen, betont: „Es ist nicht so, dass der Schaden für unsere Existenz bedrohlich wäre. Aber man merkt das durchaus und geht dagegen vor. Wir haben in China einen Anwalt beschäftigt.“ Denn nach wie vor kommt das Gros der nachgebauten Maschinen aus China.

Dabei sind die Täter meistens nicht Hinterhofwerkstätten mit widrigsten Bedingungen für die Menschen, die dort arbeiten, und die minderwertige Produkte bauen, wie Zimmermann berichtet: „In über 70 Prozent der Fälle ist ein Wettbewerber der Plagiator, zum Teil als Auftraggeber für Firmen in China oder Indien.“ Nur gut jedes vierte Plagiat (27 Prozent) kommt nach einer VDMA-Umfrage aus „Underground Factories“. Dahinter folgen Kunden und Zulieferer.

Die Antwort der mittelständisch geprägten Branche ist Innovation. „Unsere Produkte - Heizungsklima, Lüftung, Kältetechnik - haben einen Lebenszyklus zwischen acht und zwölf Jahren. Es dauert etwa rund drei Jahre, bis wir die ersten Nachahmungsprodukte auf dem Markt sehen“, sagt Lindl. Deshalb mache ebm-Papst immer rund 40 Prozent des Umsatzes mit Produkten, die nicht älter sind als vier Jahre.

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Nachbauten sind deutlich billiger als das Original

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  • @Vitto Queiry
    Volle Zustimmung! Und die deutsche Wirtschaft braucht sich auch nicht beschweren, wenn diese in Zukunft in Deutschland nicht mehr Fertigen und Entwickeln darf und der Wirtschafts- und Sozialstaat Deutschland geschlossen wird. Schließlich hat die ach so geliebte Mutti-Merkel soeben mal beschlossen, dass die Wirtschaft in Deutschland kein CO2 mehr ausstossen darf. Somit lebt der Deutsche in Zukunft von Luft und Liebe in einer Grün-Sozialistischen und Marktfeindlichen = Gesellschaftsfeindlichen Staatsdiktatur.
    Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird so zu sagen von unserer eigenen Grün-Sozialistischen Kanzlerin Merkel eingestampft und entsteht in Asien neu. Und damit verschiebt sich der Wohlstand immer mehr nach Osten. Die USA hat zum Glück Obama nicht mehr lange und dann kehrt, hoffentlich hier endlich mal wieder wirtschaftliche Vernunft und poliitscher Verstand in die Energie- und Wirtschaftspolitik der USA zurück.

  • >> Die Schattenwirtschaft im Maschinenbau ist zuletzt auf ein unrühmliches Rekordniveau gestiegen >>

    Wenn man den Chinesen das Know-how selbst hinbringt und zum Null-Tarif installiert sollte man sich über Piraterie später nicht wundern.

    WV zum Beispiel baut in China ganze Werke auf der Grünen Wiese.......und drückt beide Augen zu, wenn zig Km weiter die gleichen Werke nochmals aufgebaut werden. Mit Piraterie-Erzeugnissen.

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