Maschinenbauer
Voith zieht zwei Großaufträge an Land

Gleich zwei Großaufträge hat Voith jüngst ergattert: Für über 70 Millionen Euro wird der Maschinenbauer ein chinesisches Wasserkraftwerk ausrüsten. Bis 2015 soll das Projekt abgeschlossen sein.
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StuttgartDer Maschinen- und Anlagenbauer Voith hat in China und Österreich zwei Großaufträge zur Ausrüstung von Pumpspeicher-Wasserkraftwerken an Land gezogen. Das Auftragsvolumen belaufe sich auf rund 90 Millionen Euro, teilte der im Familienbesitz befindliche Konzern am Freitag im schwäbischen Heidenheim mit. Im Südosten Chinas werde Voith für mehr als 70 Millionen Euro ein Wasserkraftwerk mit vier Pumpspeicheranlagen von je 300 Megawatt Leistung ausrüsten.

Auftraggeber sei der größte Energieversorger des Landes State Grid Corporation of China. Der Bau des Pumpspeicherwerks Hongping solle 2015 abgeschlossen sein. In Österreich werde Voith das 50 Jahre alte Pumpspeicherwerk Kops I des Versorgers Vorarlberger Illwerke mit drei neuen Turbinen ausrüsten und damit modernisieren.

Pumpspeicher-Kraftwerke befördern Wasser mit überschüssiger Energie in die Höhe und gewinnen zur gewünschten Zeit Strom aus dem herabstürzenden Wasser. Zur Speicherung von Strom aus den unregelmäßig anfallenden erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne seien Pumpspeicher "die bisher einzig erprobte und wirtschaftlich attraktive Technologie", sagte der Chef der Voith-Wasserkraft-Sparte, Roland Münch. Der Anteil der Pumpspeicher am gesamten Wasserkraftmarkt werde sich daher in den kommenden Jahren auf sieben von derzeit drei Prozent mehr als verdoppeln. Mit Wasserkraft setzte Voith zuletzt weltweit im Geschäftsjahr 2010/11 (30. September) rund 1,2 Milliarden Euro um.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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