Massive Kapitalerhöhung: Mazda braucht frisches Geld zum Überleben

Massive Kapitalerhöhung
Mazda braucht frisches Geld zum Überleben

Mazda steckt tief in den roten Zahlen. Der japanische Autobauer braucht dringend Geld für die Expansion im Ausland. Eine Kapitalerhöhung soll Geld in die Kassen spülen. Und zwar viel mehr, als von Analysten erwartet.
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TokioDer Verluste schreibende Autobauer Mazda will durch eine Kapitalerhöhung umgerechnet 1,5 Milliarden Euro einsammeln und damit deutlich mehr als Finanzkreise erwartet hatten. Der Betrag geht aus einem am Mittwoch eingereichten Bericht an die zuständigen Behörden hervor und liegt mehr als 50 Prozent über den am Tag zuvor von Insidern genannten Zahlen. Damit würde eine massive Kapitalverwässerung von bis zu 69 Prozent einhergehen.

Zusätzlich sollen Bankenkredite 660 Millionen Euro in die Kassen spülen, bestätigte der fünftgrößte japanische Autokonzern entsprechende Berichte. Mazda will ein neues Werk in Mexiko bauen und plant Investitionen in Russland sowie Südost-Asien. Die Papiere des Unternehmens waren am Tag zuvor nach Bekanntwerden der Pläne zur Kapitalerhöhung um rund zehn Prozent eingebrochen und erholten sich vor der offiziellen Mitteilung am Mittwoch nur leicht. Analysten hatten dem Konzern einen hohen Kapitalbedarf bei gleichzeitig trüben Aussichten bescheinigt.

Es ist bereits die zweite Kapitalerhöhung seit 2009, als der Hersteller schon einmal rund eine Milliarde Euro aufgenommen hatte. Mazda kämpft ums Überleben: Der Hersteller wird im Bilanzjahr 2011 das vierte Mal in Folge einen Verlust machen. Keinem anderen japanischen Hersteller geht es schlechter: Die ebenfalls kleinen Konkurrenten Mitsubishi und Suzuki peilen trotz des Erdbebens in Japan und der Flut in Thailand schwarze Zahlen an.

Mazda hingegen prognostiziert einen Verlust von umgerechnet einer Milliarde Euro. Die Firma leidet unter dem starken Yen, die Verkäufe in Europa und China sind zudem deutlich abgesackt. „Wir können nicht darüber hinwegsehen, dass Mazdas finanzielle Basis noch schwächer wird“, kommentierte die Ratingagentur R&I.

Mazda leidet an drei grundlegenden Problemen, die das Management bis heute nicht in den Griff bekommen hat: Erstens produziert die Firma 70 Prozent ihres globalen Absatzes daheim. Bei Toyota sind 40 Prozent der Autos „Made in Japan“, bei Nissan und Honda sogar nur 25 Prozent. Damit leidet Mazda weit mehr unter dem Anstieg des Yens, der die exportierten Autos deutlich verteuert. Zweitens ist Mazda viel zu spät in junge Boommärkte wie China eingestiegen – die Abhängigkeit von den derzeit schwierigen Märkten USA und Europa schlägt voll auf die Bilanz durch.

Drittens steht das Unternehmen im globalen Wettbewerb alleine da. Der einstige Partner Ford hat aus Geldnot seinen Anteil von ursprünglich 33 auf nur noch 3,5 Prozent reduziert. Analysten warnten bereits vor Wochen, dass Mazda ohne einen finanzkräftigen Partner nicht ausreichend Geld für Investitionen in neue Motoren, Autos und Fabriken im Ausland sowie für den Ausbau von Händlernetzen in Schwellenländern wie China hat.

Fords Rückzug trifft Mazda in einem weiteren Punkt: Den Japanern fehlt es an Personal, das Erfahrung im globalen Autogeschäft hat. Ford nutzte das technisch innovative Unternehmen als Kaderschmiede für sein Führungspersonal.

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Mazda setzt auf preisgekrönte Motoren

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  • Mazdas Liquidität rostet, wie ihre Karosserien, die dem europäischen Winter nicht standhalten. Schicke Autos bringen auf Dauer keinen Umsatz, wenn die inneren Werte nicht stimmen!

  • Ich bin mir absolut sicher, dass Mazda wieder schwarze Zahlen schreiben wird. Bis in einem Jahr sieht Alles ganz anderst aus. Mit dem neuen Mazda CX-5, dem verbrauchärmsten Fahrzeug seiner Klasse geht´s los. Alleine in Deutschland liegen 1000 Vorbestellungen vor. Weiter geht es mit dem Mazda 6 im Herbst, gefolgt vom Mazda 2 mit Hybrid Anfang 2013. Der neue Mazda 3 folgt ebenfalls 2013. Weiters wurde das Thema Wankel in den Hintergrund gestellt. Todgesagte leben länger. Die erfolgreichsten Unternehmen haben alle bereits derartige Situation erlebt und mit Erfolg überlebt. Ich habe sogar in das Unternehmen investiert. :-)

  • Sparen als Charakterfrage!
    Konsequentes Sparen wäre doch vielleicht eine Alternative zum Ruf nach frischem Geld.
    Als Denkanstoß empfehle ich den Wirtschaftsblog der Seneca Vision zur Lektüre.
    MfG
    Britta Heinemann

    http://seneca-vision.de/klaus-peters/blog-klaus-peters-seneca-vision/item/4-kosteneinsparungsprogramme-%E2%80%93-charakterfrage-oder-tagesgesch%C3%A4ft?.html

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