Medienbericht
Airbus will Flügel am A380 ändern

Die Flügelproduktion des Airbus A380 soll zum Jahresende verändert werden. Unter anderem mit einer Metalllegierung sollen Risse in der Tragfläche vermieden werden. Ende 2013 sollen erste Modelle ausgeliefert werden.
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HamburgDie EADS-Tochter Airbus plant einem Pressebericht zufolge zum Jahresende die Umstellung der Flügelproduktion seines Modells A380. Damit sollten die vor Monaten entdeckten Risse im Inneren der Tragflächen künftig vermieden werden, berichtete die „Financial Times Deutschland“ (Montagausgabe).

Insgesamt sind bislang 73 Modelle des weltgrößten Passagierflugzeugs an Kunden ausgeliefert. Geplant sei unter anderem eine andere Metalllegierung für die Halteklammern in den Tragflächen. Die Lösung solle das Gewicht des Flugzeugs nicht erhöhen.

Die volle Einsatzfähigkeit bleibe gewährleistet, sagte ein A380-Experte dem Blatt. Die ersten Modelle mit den neuen Tragflächen dürften zur Jahreswende 2013/2014 zur Auslieferung kommen. Um den 110. A380 dürfte es soweit sein, will die Zeitung aus Branchenkreise erfahren haben.

Für das größte Passagierflugzeug der Welt lägen bisher rund 260 Festbestellungen von 20 Kunden vor. Wie teuer die Flügelprobleme für Airbus werden, ist noch kaum abzuschätzen. In der Bilanz 2011 habe EADS 105 Millionen Euro für erste Reparaturen eingestellt. Die Fluggesellschaften werden aber wahrscheinlich Schadenersatz von Airbus fordern. Emirates-Chef Tim Clark sprach zuletzt etwa von einer Forderung von 90 Millionen Dollar.

Zur Vorbereitung der technischen Änderungen habe Airbus die Produktion des A3850 bereits leicht zurückgefahren, heißt es in dem Bericht - von 2,7 auf 2,3 Flugzeuge pro Monat. Das Ziel von 30 Auslieferungen pro Jahr gelte aber weiter.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Tobias Döring, Redakteur Unternehmen, Handelsblatt Online
Tobias Döring
Handelsblatt / Chef vom Dienst

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