Medienbericht
Bayer will sich Pfizer-Sparte etwas kosten lassen

Tierimpfungen gehören zum Geschäft des US-Pharmariesen Pfizer. Die Sparte für Tiergesundheit dürfte an die Börse gehen, doch der Leverkusener Bayer-Konzern hat ein Auge darauf geworfen. Der Preis ist hoch.
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BerlinBayer hat einem Zeitungsbericht zufolge ein Angebot für die Sparte Tiermedizin des US-Rivalen Pfizer vorgelegt. Gleichwohl gehe Bayer-Chef Marijn Dekkers davon aus, dass Pfizer eher dazu tendiere, die Sparte an die Börse zu bringen als sie zu verkaufen, berichtete die „Financial Times Deutschland“ vorab aus ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf einen Brief von Dekkers an den Bayer-Aufsichtsrat.

Bayer wollte sich am Abend auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern. In der vergangenen Woche hatte das „Wall Street Journal“ berichtet, der Schweizer Konzern Novartis habe ein Gebot von bis zu 16 Milliarden Dollar für die Pfizer-Sparte abgegeben, das aber als zu gering abgewiesen worden sei. Ein erfolgreiches Bayer-Gebot müsste sich demnach im zweistelligen Milliardenbereich bewegen.

Die „FTD“ berichtete, Dekkers habe in seinem Brief geschrieben, die Pfizer-Sparte könne ein strategisch sinnvoller Kauf sein. Um die Option darauf zu erhalten, habe Bayer eine unverbindliche Offerte eingereicht. Sie beruh auf unvollständigen Daten, die Pfizer bisher bereitgestellt habe. Das Verfahren sei also noch in einer frühen Phase. Trotz des Übernahmeinteresses neigt Pfizer eher zu einer Abspaltung als zu einem Verkauf der Tiermedizin-Sparte. Dadurch käme keine größere Steuerlast auf das US-Unternehmen zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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