Medienbericht bestätigt
Kerkorian will Chrysler kaufen

Für die angeschlagene US-Tochter des Autobauers Daimler-Chrysler liegt ein erstes Angebot auf dem Tisch: Der amerikanische Milliardär Kirk Kerkorian hat über seine Investmentfirma Tracinda offiziell Interesse an einer Übernahme von Chrysler angemeldet.

HB NEW YORK/DETROIT. In einem Brief an Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche sei ein Angebot von 4,5 Milliarden US-Dollar in bar in Aussicht gestellt worden, teilte Tracinda am Donnerstag in New York mit.

Daimler-Chrysler lehnte am Donnerstagabend einen Kommentar zu der Ankündigung von Kerkorian ab. „Dazu äußern wir uns nicht“, sagte ein Sprecher. Er beteuerte, dass sich das Stuttgarter Unternehmen weiterhin alle Optionen offen halten wolle. Als weitere Interessenten für Chrysler gelten der kanadische Zulieferer Magna sowie die Finanzinvestoren Cerberus und Blackstone.

In Medienberichten war von Angeboten von bis zu neun Mrd. US-Dollar für Chrysler die Rede. Zetsche hatte auf der Hauptversammlung am Mittwoch erstmals Gespräche mit Interessenten bestätigt und damit Erwartungen über einen Verkauf der US-Tochter genährt.

Kerkorian will das Management von Chrysler und die Gewerkschaft United Auto Workers Union (UAW) an der Übernahme beteiligen. Nötig seien aber neue tarifliche Regelungen mit der UAW, um die Probleme der ausufernden Krankenversicherungskosten und riesiger Pensionslasten auszuräumen.

Seite 1:

Kerkorian will Chrysler kaufen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%