Medienbericht
Citroën produziert vorerst nicht in Rüsselsheim

Die Beteiligungen von General Motors an PSA Peugeot Citroën machen es möglich: Offenbar gibt es „erste Überlegungen“, ein Citroën-Modell bald im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim zu bauen.
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ParisDer französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat einen Medienbericht über eine teilweise Produktionsverlagerung in das Opel-Werk in Rüsselsheim relativiert. Es handle sich lediglich um „erste Überlegungen zu Arbeitsoptionen“, sagte ein PSA-Sprecher am Samstag in Paris. Bislang seien lediglich Arbeitsgruppen eingesetzt worden, die bis Ende des Jahres Vorschläge machen sollten. „Es gibt heute überhaupt nichts anzukündigen.“

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete in ihrer Samstagsausgabe, dass der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM), der auch Anteile an PSA Peugeot Citroën hält, das Citroën-Modell DS5 ab 2015 in Rüsselsheim produzieren wolle. Von 2016 an solle demnach zudem die Mittelklasselimousine Peugeot 508 in dem Opel-Stammsitz vom Band laufen. Das Blatt beruft sich auf interne Pläne von GM. Sprecher von Opel und Peugeot sagten der Zeitung, es handle sich um „Spekulationen“.

GM und PSA Peugeot Citroën hatten Ende Februar eine Zusammenarbeit vereinbart; der US-Autobauer war mit sieben Prozent bei dem französischen Konzern eingestiegen. Die Autohersteller wollen durch die Allianz vor allem Kosten sparen. Vorgesehen sind neben der Zusammenarbeit im Einkauf auch Kooperationen in Entwicklung und Logistik.

Der Citroën DS5 wird derzeit im ostfranzösischen Sochaux gefertigt, der Peugeot 508 nahe der bretonischen Stadt Rennes. Der angeschlagene französische Autobauer PSA hatte Mitte Juli angekündigt, in Frankreich 8000 Stellen zu streichen, und damit in dem Land einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. In dem Werk nahe Rennes sollen 1400 Arbeitsplätze gestrichen werden.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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