Medienbericht

Daimler ergreift Maßnahmen gegen feindliche Übernahme

Der Autobauer Daimler soll für den Fall einer möglichen Übernahme gerüstet sein. Laut einem Medienbericht könnten Banken Kreditlinien zurückziehen und Kooperationen im Fall der Fälle gekündigt werden.
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Daimler soll sich für den Fall einer feindlichen Übernahme gerüstet haben. Quelle: dapd

Daimler soll sich für den Fall einer feindlichen Übernahme gerüstet haben.

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StuttgartDer Stuttgarter Autohersteller Daimler hat sich nach Informationen der Branchenzeitung „Automobilwoche“ für den Fall einer feindlichen Übernahme gewappnet. Dazu habe das Unternehmen Maßnahmen vorbereitet, die einen Weiterbetrieb des Konzerns erschweren beziehungsweise zu einer Beendigung wichtiger strategischer Kooperationen führen könnten.

Angebliche Ausstiegspläne des größten Einzelaktionärs bei Daimler, Abu Dhabi, hatten jüngst für Wirbel gesorgt. „Wir kommentieren Spekulationen über Aktionärsstrukturen nicht“, sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag.

Zu den Maßnahmen gehört laut „Automobilwoche“ eine Vereinbarung mit den Banken, die den Geldhäusern im Falle einer Übernahme das Recht einräumt, Kreditlinien über acht Milliarden Euro zurückziehen zu können. Ähnliche Kündigungsklauseln gebe es mit den chinesischen Joint-Venture-Partnern für Pkw und Lkw, mit dem Kooperationspartner Renault/Nissan und dem Leichtbau-Spezialisten Toray, schreibt das Blatt.

Im Gegensatz zu Volkswagen mit dem Land Niedersachsen und BMW mit der Unternehmerfamilie Klatten verfügt Daimler über keinen Hauptaktionär. Mit neun Prozent ist das Emirat Abu Dhabi der größte Anteilseigner. Es folgen Kuwait mit 6,9 Prozent und Renault/Nissan mit 3,1 Prozent. Der Rest der Aktien ist breit gestreut.

Diese Aktionärsstruktur könnte vor allem in Krisenzeiten zum Nachteil werden, wenn der Börsenwert drastisch sinkt. Dann steigt das Risiko, dass der Konzern ins Visier von Finanzinvestoren gerät oder sogar Ziel einer feindlichen Übernahme wird. Angesichts eines Börsenwerts von rund 40 Milliarden Euro sehen Experten derzeit aber keine Bedrohung für Daimler.

  • dpa
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