Medienbericht
Milliardenlücke bei Chrysler

Beim verlustreichen US-Autobauer Chrysler fallen im laufenden Jahr die Kosten rund eine Milliarde höher aus als die Einnahmen. Der tatsächliche Verlust des drittgrößten US-Herstellers dürfte laut Experten wegen massiver Kosten für den Konzernumbau und für Stellenstreichungen am Ende weit mehr als eine Milliarde Dollar betragen.

HB AUBURN HILLS/NEW YORK. Der Umsatz werde 2007 bei 64 Mrd. Dollar (43,7 Mrd Euro) liegen, die Kosten dagegen bei 65 Milliarden, sagte Chrysler-Verkaufschef Steve Laundry laut US-Medienberichten vom Samstag in einer Rede. Eine Chrysler-Sprecherin habe die Zahlen bestätigt.

Allerdings wird Chrysler die Zahlen wohl nicht veröffentlichen, da der Hersteller als mittlerweile privates Unternehmen dazu nicht mehr verpflichtet ist. Im ersten Halbjahr verbuchte Chrysler bereits milliardenschwere Verluste.

Der deutsche Daimler-Konzern hatte im Sommer die Chrysler-Mehrheit an den US-Finanzinvestor Cerberus verkauft und hält noch knapp 20 Prozent. Chrysler baut derzeit Zehntausende von Stellen ab. Der Eigentümer Cerberus kämpft zudem infolge der Kreditkrise mit Problemen, die Kreditlasten des Autobauers am Finanzmarkt zu refinanzieren.

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