Medienbericht
Porsche soll VW 600 Millionen Euro mehr kosten

Der Preis für die zweite Hälfte der Sparte wurde offenbar auf rund 4,5 Milliarden Euro angehoben. Das Geld geht an die Dachgesellschaft Porsche SE. Großaktionäre sind die Familien Porsche und Piëch.
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HamburgDie Integration von Porsches Sportwagengeschäft wird für Volkswagen nach einem Pressebericht 600 Millionen Euro teurer als geplant. Konzern- und Finanzkreise bestätigten nach Angaben der „Financial Times Deutschland“ (Mittwochausgabe), dass der Preis für die zweite Hälfte der Sparte bei etwa 4,5 Milliarden Euro liegen werde. Das sind rund 600 Millionen Euro mehr als vor drei Jahren vereinbart. „Die finanzielle Umsetzung hat sich geändert“, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person laut Zeitung.

VW und Porsche hatten 2009 nach einem erbitterten Machtkampf eine sogenannte Grundlagenvereinbarung geschlossen. Darin wurde vereinbart, dass Porsche seine Sportwagenproduktion an Volkswagen verkauft. Für die erste Hälfte zahlten die Wolfsburger 3,9 Milliarden Euro. Als Preis für die zweite Hälfte waren ebenfalls 3,9 Milliarden Euro festgelegt. Von einem höheren Kaufpreis würde nun die Dachgesellschaft Porsche SE profitieren, während VW mehr zahlen müsste. Großaktionäre der Porsche SE sind die Familien Porsche und Piëch.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Da kommt VW ja mit Mehrkosten von 600 Millionen noch relativ glimpflich davon, wenn man bedenkt welche Prozessrisiken die VW AG mit der reinen Übernahme des Porsche Sportwagengeschäfts vermeidet. Offensichtlich ist bei den Porsches und Piechs die Erkenntnis gereift, dass die Porsche SE wohl doch nicht ganz ungeschoren aus den anhängigen Schadensersatzklagen hervorgehen wird. So gesehen ist ein Mehrpreis von 600 Millionen für VW, insbesondere mit Hinsicht auf die zu erwartenden Synergie Effekte, eine lohnende Investition. Die Porsche SE bessert damit ihre Kriegskasse auf und beteiligt gleichzeitig VW an den zu erwartenden Schadensersatzzahlungen.

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