Medienbericht
Ripplewood erwägt Delphi-Kauf für zehn Mrd Dollar

Die auf Übernahmen spezialisierte US-Firma Ripplewood Holdings erwägt einem Medienbericht zufolge den Kauf des insolventen US-Autozulieferers Delphi. Die Insolvenz des Zulieferers war die größte in der Geschichte der Autoindustrie.

HB CHICAGO. Bei einer vollständigen Übernahme der früheren GM-Tochter werde der Preis für den Zukauf wohl bei über zehn Mrd. Dollar liegen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Samstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ripplewood erwäge eine komplette Übernahme, möglich sei aber auch ein Angebot für nur einen Teil Delphis. Hinter dem Vorhaben stehe der Ripplewood-Partner Thomas Stallkamp, ehemals Präsident des Autobauers Chrysler. Weder Stallkamp noch eine Sprecherin von Ripplewood nahmen zu dem Bericht Stellung.

Delphi war im Oktober 2005 unter anderem wegen der hohen Pensionsverpflichtungen zusammengebrochen und hatte nach Kapitel Elf des US-Konkursrechtes Antrag auf Gläubigerschutz gestellt. Die Insolvenz des in Troy im Bundesstaat Michigan ansässigen Unternehmens ist die größte in der Geschichte der US-Automobilindustrie. Das Unternehmen will mit einem massiven Stellenabbau aus der Krise kommen. Zudem führt Delphi Gespräche mit GM und seinen Kreditgebern über die zukünftige Geschäftsstruktur.

Als Interessenten für einen Aufkauf werden auch Cerberus Capital Management und der Hedgefonds Appaloosa Management genannt. Letzterer hält 9,3 Prozent von Delphi.

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