Medienbericht
Rund 40 000 Stellen bei Ford in Gefahr

Beim schwer angeschlagenen US-Autobauer Ford sind offenbar bis zu 40 000 Stellen in Gefahr. Damit würden etwa 6 000 Stellen mehr als bisher geplant dem Rotstift zum Opfer fallen.

HB DEARBORN. Nach einem Bericht der „Detroit Free Press“ wird der Verwaltungsrat des zweitgrößten US-Autokonzerns bei seiner Sitzung am kommenden Donnerstag diese Option prüfen. Ein Ford-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Nach deutschen Medienberichten vom Wochenende scheinen die deutschen Werke aber glimpflich davon zu kommen. Zwar sehe sich die profitable Ford Werke GmbH in Köln ebenfalls höherem Druck ausgesetzt, schließe einen weiteren Stellenabbau aber zunächst aus, berichtete die „Automobilwoche“. Die deutschen Werke seien nach zahlreichen Personalkürzungen voll ausgelastet, heiße es in Köln.

Ford hatte nach einem Verlust von 1,4 Mrd. Dollar (1,1 Mrd. Euro) im ersten Halbjahr bereits angekündigt, sein im Januar beschlossenes Sanierungsprogramm, das den Abbau von bis zu 30 000 Jobs und die Schließung von 14 Werken bis 2012 vorsieht, zu beschleunigen. Hinzu kommen noch einmal 4 000 Stellen, deren Abbau bereits früher vorgesehen war. Der neue Plan soll dem Verwaltungsrat am 14. September vorgestellt werden. In der vergangenen Woche hatte Ford zudem den als Sanierer erfahrene Boeing-Manager Alan Mulally, an die Spitze des Unternehmens geholt.

Ford leidet wie auch der größere Konkurrent General Motors unter sinkenden Absatzzahlen und starkem Wettbewerb durch asiatische Autokonzerne auf dem Heimatmarkt. Die US-Hersteller hatten jahrelang vor allem auf sportliche Geländewagen (SUV) und Pickups gesetzt, die als Spritfresser bekannt sind. Seitdem die Benzinpreise auch in den USA drastisch gestiegen sind, finden diese Autos immer weniger Käufer.

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