Medienbericht
RWE sucht extern für Großmann-Nachfolge

Der Essener RWE-Konzern sieht den Nachfolger für Vorstandschef Jürgen Großmann einem Magazinbericht zufolge nicht im eigenen Haus. Gespräche mit externen Kandidaten laufen. Lanxess-Chef Axel Heitmann fiel angeblich durch.
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HamburgBei der Suche nach einem Nachfolger für RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann setzt der Aufsichtsrat des Essener Konzerns nach „Spiegel“-Informationen auf einen kompletten Neuanfang. RWE-Oberkontrolleur Manfred Schneider suche auch nach externen Kandidaten.

In den vergangenen Wochen habe der ehemalige Bayer-Chef bereits Gespräche mit Top-Managern geführt. Darunter sei auch der 51-jährige Axel Heitmann gewesen, Chef des Chemiekonzerns Lanxess, berichtet das Magazin.

Heitmann hat das ehemalige Tochterunternehmen des Bayer-Konzerns erfolgreich saniert und an die Börse gebracht, er kennt Schneider aus Zeiten im Leverkusener Chemiekonzern. Allerdings fehlt dem Manager Erfahrung in der Energiewirtschaft, weshalb ihm bei RWE laut Bericht keine großen Chancen eingeräumt werden.

Unabhängig davon sei die Entwicklung für die internen Kandidaten Rolf Martin Schmitz und Leonhard Birnbaum ein Rückschlag, berichtete das Magazin. Birnbaum gelte wegen seiner forschen Art und seiner früheren Tätigkeit bei der Unternehmensberatung McKinsey im Arbeitnehmerlager des Konzerns als kaum vermittelbar, Schmitz stehe für die traditionelle Energiewirtschaft.

Ein RWE-Sprecher wollte den Bericht am Sonntag auf Anfrage nicht kommentieren. Großmanns Vertrag endet im September 2012. Eine Verlängerung strebt er nicht an.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Großmann

    Mit Hr. Großmann hat die RWE einen echten Betonschädel. Gottsedank ist der letzte AKW Fan in Deutschland schon auf dem Weg in den Ruhestand. Nach dem einen Extrem folgt oft das andere Extrem. Nach dem Betonschädel kommt dann der Weichspüler, der es jedem recht machen will und deshalb scheitert. Am besten wäre für RWE jemand, welcher mit alternativer Energie schon die eine oder andere Million Gewinn gemacht hat. Aber sojemand bleibt lieber Chef des eigenen Unternehmens und baut weiter Windkrafträder oder Solaranlagen.
    Warum den Chefsessel nicht einfach leer lassen? So wichtig ist ein Chef auch nicht. Und ein schlechter Chef richtet mehr Schaden an als kein Chef.

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