Industrie

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Medienbericht: ThyssenKrupp will zwei Milliarden Euro einsparen

Nach Schwierigkeiten mit dem Verkauf von Stahlwerken in den USA und Brasilien will ThyssenKrupp laut einem Zeitungsbericht massiv sparen. Demnach sollen die Kostensenkungen ohne Abbau von Arbeitsplätzen gelingen.

Die Zentrale von Thyssen Krupp in Essen. Quelle: AFP
Die Zentrale von Thyssen Krupp in Essen. Quelle: AFP

EssenDer Industriekonzern ThyssenKrupp will einem Zeitungsbericht zufolge wegen massiver Probleme seiner Stahlwerke in den USA und Brasilien die Kosten um zwei Milliarden Euro senken. Die Summe solle innerhalb von drei Jahren eingespart werden, um den Konzern als Ganzes erhalten zu können, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ am Samstag.

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Der Verkauf der beiden Stahlwerke ziehe sich deutlich länger hin als erhofft. Statt eines Buchwertes von sieben Milliarden Euro für beide Standorte gehe man nun intern nur noch von Erlösen von höchstens vier Milliarden Euro aus. Ein Konzernsprecher lehnte eine Stellungnahme zu „Spekulationen“ ab.

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ThyssenKrupp verwies auf die Bilanzvorlage am 11. Dezember. Der Aufsichtsrat habe den Jahresabschluss noch nicht aufgestellt. Daher werde man sich nicht zu einzelnen Berichten äußern, betonte der Sprecher auf Anfrage.

Laut SZ steht kein erneuter größerer Arbeitsplatzabbau an. Binnen eines Jahres war die Zahl der Beschäftigten bis Mitte 2012 bereits um fast zehn Prozent auf noch 155.500 Mitarbeiter gesunken. Davon sind 58.000 in Deutschland tätig.

Die wichtigsten Eisenerz-Lieferanten

  • Rang 10

    Iran

    Den zehnten Platz der Top-10 Eisenerz-Nationen erreicht der Iran. Das Land Produzierte 2011 rund 30 Millionen Tonnen.

  • Rang 9

    Kanada

    Der nördliche Nachbar der USA landet auf Platz neun der größten Eisenerz-Produzenten. 37 Millionen Tonnen kamen aus den Gruben des Landes.

  • Rang 8

    USA

    Die USA produzierten 54 Millionen Tonnen Eisenerz. Die Fördermenge stieg in den vergangenen drei Jahren leicht an.

  • Rang 7

    Südafrika

    Südafrika produzierte 2011 55 Millionen Tonnen Eisenerz. In den Vorjahren pendelte das Volumen ebenfalls um diese Marke.

  • Rang 6

    Ukraine

    Mit 80 Millionen Tonnen landet die Ukraine auf dem sechsten Platz der Eisenerz-Nationen.

  • Rang 5

    Russland

    Auf dem fünften Platz der größten Eisenerz-Förderer landet Russland. Im Jahr 2011 holte das Land 100 Millionen Tonnen des Rohstoffs aus der Erde.

  • Rang 4

    Indien

    Indien erreicht bei der Eisenerz-Produktion den vierten Platz. 240 Millionen Tonnen förderte das Land im Jahr 2011. Während andere Länder Zuwächse verbuchten, stagnierte die indische Produktion in den vergangenen drei Jahren weitgehend.

  • Rang 3

    Brasilien

    Die größte Eisenerz-Lagerstätte der Welt liegt im Urwald Brasiliens. Das Land rangiert bei der Rohstoff-Produktion aber nur auf Platz drei mit 390 Millionen Tonnen.

  • Rang 2

    Australien

    Die Nummer zwei unter den Eisenerz-Exporteuren ist Australien. Der Kontinent produzierte 480 Millionen Tonnen.

  • Rang 1

    China

    Der größte Eisenerz-Produzent der Welt ist China. Im Jahr 2011 förderte das Reich der Mitte rund 1200 Millionen Tonnen des Grundstoffs für die Stahlproduktion. Zugleich ist China auch einer der größten Importeure von Eisenerz.

    Quelle: US Geological Survey

Konzernchef Heinrich Hiesinger setzt laut dem Zeitungsbericht auf eine Mischung aus Kostensenkung und Wachstum: Bei gut laufenden Sparten wie Aufzügen, Industrieanlagen oder Marine solle stark in Forschung und Entwicklung investiert werden - knapp zwei Milliarden Euro im kommenden Jahr.

 

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