Medienbericht über Stützaktion
Russland gewährt Energiekonzernen Milliardenkredite

Russlands Regierung will den vier großen Energiekonzernen des Landes einem Bericht zufolge wegen der globalen Finanzkrise mit Krediten über neun Mrd. Dollar unter die Arme greifen.

HB MOSKAU. Dies sei bei einem Treffen von Konzernvertretern mit Vizeministerpräsident Igor Setschin entschieden worden, berichtete die Wirtschaftszeitung "Kommersant" am Dienstag unter Berufung auf nicht näher benannte Kreise.

Mit dem Geld sollen dem Bericht zufolge Auslandsschulden und strategische Projekte finanziert werden. Den größten Anteil soll demnach mit 4,2 Mrd. Dollar der Ölkonzern Rosneft erhalten, bei dem Setschin Direktoriumsvorsitzender ist. Hilfen bekämen zudem der Gasriese Gazprom sowie Lukoil und BPs Joint Venture TNK-BP. Die vier Energiekonzerne hatten die Regierung um Unterstützung gebeten, da die globale Kreditklemme die Kapitalmärkte lahmgelegt hat und gleichzeitig der Ölpreis zurückgegangen ist.

Die Regierung hat sich schon bereiterklärt, den russischen Unternehmen mit Darlehen über 50 Mrd. Dollar unter die Arme zu greifen. Damit sollen die Konzerne bei der Refinanzierung von insgesamt 120 Mrd. Dollar an westlichen Krediten bis Ende 2009 unterstützt werden. Ministerpräsident Wladimir Putin zufolge werden jedoch nur Unternehmen in Schlüsselbereichen der Realwirtschaft von den staatlichen Hilfen profitieren.

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