Medienbericht: Ungarn bietet 800 Millionen Euro für Eon-Gasgeschäft

Medienbericht
Ungarn bietet 800 Millionen Euro für Eon-Gasgeschäft

Der ungarische Premier Orban sagt, die Übernahme von Eons Gasgeschäften in Ungarn durch die staatliche MVM sei so gut wie perfekt. Für Eon wäre das eine gute Möglichkeit, die hohen Schulden zu reduzieren.
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BudapestDer schuldengeplagte Energiekonzern Eon kann durch den Verkauf seiner Gasgeschäfte in Ungarn auf Einnahmen in Höhe von rund 800 Millionen Euro hoffen. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban sagte am Freitag im Rundfunk, die Übernahme des Geschäfts durch den Staat sei so gut wie perfekt.

Eine genaue Summe für den Kaufpreis nannte er zwar nicht, die in Medienberichten genannten 800 Millionen Euro seien aber "nicht unrealistisch". Der Düsseldorfer Konzern bestätigte nicht, dass es bereits eine Vereinbarung mit der Regierung in Budapest gebe. Eine Sprecherin wollte die Äußerungen Orbans nicht kommentieren. Eon-Chef Johannes Teyssen hat in rund zwei Jahren Geschäfte im Gesamtwert von knapp 17 Milliarden Euro verkauft. Eon drücken trotzdem immer noch Schulden von mehr als 35 Milliarden Euro.

Orban muss sich in gut einem Jahr der Wiederwahl stellen. Der Regierungschef versucht, mit der Energiepolitik zu punkten. So hatte er eine Senkung der Strom- und Gaspreise um zehn Prozent verfügt. Das unter einer Rezession leidende Land muss mehr als 80 Prozent seines Gasbedarf durch Importe, insbesondere aus Russland, decken. Orban will den Bezug auf breitere Beine stellen. Die Eon-Tochter ist das größte Gashandelsunternehmen des Landes. Das Gasspeichergeschäft mit vier Anlagen soll im Zuge des Deals ebenfalls an die staatliche Energiefirma MVM gehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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