Medienbericht
Von Pierer will Aussage verweigern

Der ehemalige Siemens-Chef Heinrich von Pierer hat am Mittwoch erstmals eine „politische Verantwortung“ für den milliardenschweren Korruptionsskandal während seiner Amtszeit als Vorstandsvorsitzender übernommen. Im anstehenden Prozess will er die Aussage verweigern.

HB MÜNCHEN. „Wahrscheinlich hätte ich deutlicher sagen sollen, dass ich die politische Verantwortung trage für die Dinge, die während meiner Amtszeit geschehen sind“, sagte Pierer der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Ich dachte, das bringe ich mit meinem Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender deutlich genug zum Ausdruck.“

Zugleich kündigte sein Anwalt an, dass Pierer im aktuellen Siemens-Schmiergeld-Prozess nicht als Zeuge aussagen wird. Er mache von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.

Pierer war von 1992 bis 2005 Siemens-Chef und trat danach an die Spitze des Aufsichtsrats. Im Zuge der Korruptionsaffäre trat er 2007 zurück.

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