Medienbericht VW droht Renditeziele zu verfehlen

Die Absatzflaute in Europa und die hohen Kosten für das neue Baukastensystem machen Volkswagen zu schaffen. Nun sind die Renditeziele des Autobauers laut Medienberichten in Gefahr. Der Konzern dementiert.
Update: 19.09.2013 - 19:03 Uhr Kommentieren
Volkswagen will Aufträge an externe Dienstleister künftig nur noch in stark reduziertem Umfang vergeben. Quelle: dpa

Volkswagen will Aufträge an externe Dienstleister künftig nur noch in stark reduziertem Umfang vergeben.

(Foto: dpa)

HamburgVolkswagen droht einem Magazin-Bericht zufolge wegen hoher Kosten für das neue Baukastensystem und der hartnäckigen Absatzflaute in Europa seine langfristigen Renditeziele zu verfehlen. Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch habe deshalb bei einer Management-Konferenz in Wolfsburg dringend zum Sparen aufgerufen, berichtet das „Manager Magazin“ am Donnerstag vorab. Nach den aktuellen Prognosen drohe der Zwölf-Marken-Konzern die Zwischenziele für 2015 zu verfehlen. Wenn dies geschehe, bleibe auch die für 2018 versprochene operative Rendite von acht Prozent Illusion. Von VW war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Pötsch hatte wie auch Konzernchef Martin Winterkorn bereits in den vergangenen Wochen Sparmaßnahmen angekündigt. So wolle Europas größter Autobauer künftig Aufträge an externe Dienstleister nur noch in stark reduziertem Umfang vergeben. Diese sollten stattdessen wieder mit eigenen Kräften abgearbeitet werden. Zudem sollten Synergien im Konzernverbund noch intensiver genutzt werden, kündigte Winterkorn an.

VW dementierte die Meldung. Die „Spekulationen entbehren jeglicher Grundlage“, so der Autobauer. Alle Aussagen zu Zukunftszielen hätten „in vollem Umfang“ Bestand. Nach dem Bericht war die Volkswagen-Aktie ins Minus gedreht. Die Vorzugspapiere entzogen sich dem positiven Trend im Dax und gehörten am Abend zur kleinen Gruppe der Tagesverlierer.
Auf der Branchenmesse IAA hatte Europas größter Autobauer Details zu den Renditezielen seiner wichtigsten Pkw-Marken mitgeteilt - aber für 2018, nicht 2015. Bis 2018 will der Konzern Toyota und General Motors an der Weltspitze ablösen.

  • rtr
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