
BangaloreZwischen Volkswagen und dem japanischen Nutzfahrzeughersteller Isuzu zeichnet sich offenbar eine vorsichtige Annäherung ab. Einem Bericht der japanischen Zeitung „Nikkei“ zufolge loten beide die gemeinsame Nutzung von Lkw-Motoren und anderen Technologien aus. Die Konzerne stünden kurz vor Unterzeichnung eines Vertraulichkeitsabkommens und der Aufnahme von umfassenden Gesprächen, berichtete das Blatt am Karfreitag.
Isuzu äußerte sich dazu nicht konkret, sondern wiederholte lediglich eine frühere Mitteilung. Darin ist von anhaltenden Überlegungen über eine große Bandbreite von Kooperationen im operativen Geschäft die Rede. Zugleich wird dementiert, dass die beiden Konzerne eine Überkreuzbeteiligung ins Auge fassen. Dies hatte die japanische Zeitung berichtet. Von VW war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Dem Blatt zufolge wird Isuzu voraussichtlich Motoren für mehrere Transporter aus dem Hause Volkswagen liefern und die Deutschen im Gegenzug Technologien zur Motorsteuerung. Volkswagen führe die Gespräche mit dem Ziel der Kostensenkung, um besser mit Lkw-Weltmarktführer Daimler konkurrieren zu können.
Das „Manager Magazin“ hatte berichtet, VW erwäge eine Teil- oder Komplettübernahme des japanischen Nutzfahrzeugherstellers. VW hatte daraufhin erklärt, eine Beteiligung stehe derzeit nicht zur Entscheidung an. In Finanzkreisen hatte Reuters bereits erfahren, dass VW es auf eine Zusammenarbeit mit Isuzu abgesehen hat. Europas größter Autokonzern unterlegt solche Kooperationen oft - wie bei dem japanischen Motorrad- und Kleinwagenspezialisten Suzuki - auch mit Kapital.