Medienberichte
Chinesen wollen sich an Conergy beteiligen

Laut Medienberichten will sich ein chinesisches Unternehmen am angeschlagenen Solarunternehmen Conergy beteiligen. Die Hamburger könnten davon deutlich profitieren.
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HamburgFür den seit Jahren ums Überleben kämpfenden Solarkonzern Conergy mit seinen knapp 1500 Mitarbeitern naht möglicherweise Hilfe aus dem fernen Osten. Einem Zeitungsbericht zufolge steht die Hamburger Firma vor einem Teilverkauf an ein chinesisches Unternehmen. Das sorgte am Donnerstag an der Börse für einen Kurssprung um über zwölf Prozent auf 55 Cent.

Eine Conergy-Sprecherin erklärte indes: "Unmittelbar steht kein Deal bevor." Zudem gebe es immer wieder Anfragen von potenziellen Investoren oder Kooperationspartnern. Diese würden aber vertraulich behandelt.

Die "Financial Times Deutschland" hatte unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, ein chinesisches Solarunternehmen wolle knapp 30 Prozent der Conergy-Aktien erwerben. Conergy-Manager und Aufsichtsräte hätten sich bereits dutzende Male mit dem Interessenten getroffen. Das Geschäft solle bis zum Sommer abgeschlossen sein. "Es ist nicht mehr eine Frage des Ob, sondern nur noch des Wann", sagte ein Insider dem Blatt.

Es handelt sich demnach um einen chinesischen Hersteller von Solartechnik, der Teil eines Firmenkonglomerats ist. Der chinesische Staat sei nicht beteiligt. Die Verhandlungen schritten nur langsam voran. Über die Grundzüge des Geschäfts sei man sich aber einig.

Der Hamburger Solarkonzern kämpft seit längerem ums Überleben. Nach einem Kapitalschnitt und anschließender Sachkapitalerhöhung gehört Conergy zu einem großen Teil Hedgefonds. Zudem hat sich die defizitäre Firma vom größten Teil ihrer Produktion getrennt und Personal abgebaut.

Conergy ist als Systemanbieter und Projektentwickler unterwegs und hofft 2012 erstmals wieder - zumindest vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) - auf einen kleinen Gewinn. 2013 sollen dann auch unter dem Strich schwarze Zahlen stehen - erstmals seit 2005.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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