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Medienberichte: Katar steht bei Porsche kurz vor dem Ziel

Porsche steht kurz davor, seine Finanzklemme mit einem neuen Großaktionär zu mildern. Der Golfstaat Katar steht Medienberichten zufolge unmittelbar vor einem Einstieg beim Sportwagenbauer. Die Prüfung der Bücher sei abgeschlossen, noch diesen Monat könnte es zum Abschluss der Verhandlungen kommen, heißt es.

Der Emir von Katar, Scheich Hamid bin Khalifa Al-Thani, kontrolliert den staatlichen Finanzfonds QIA. Nach einem Medienbericht will QIA mindestens 25 Prozent an Porsche erwerben. Quelle: ap
Der Emir von Katar, Scheich Hamid bin Khalifa Al-Thani, kontrolliert den staatlichen Finanzfonds QIA. Nach einem Medienbericht will QIA mindestens 25 Prozent an Porsche erwerben. Quelle: ap

mwb STUTTGART. Damit würde sich die Verhandlungsposition von Porsche gegenüber Volkswagen verbessern. Ein Porsche-Sprecher bestätigte nur, dass ausschließlich mit Katar verhandelt werde. Verhandlungskreisen zufolge strebt der Emir von Katar über seinen Fonds Qatar Investment Authority (QIA) eine Sperrminorität von mindestens 25 Prozent an der Holding Porsche SE an. Die Aufnahme Katars würde durch eine Kapitalerhöhung erfolgen, die Porsche bis zu fünf Milliarden Euro frisches Kapital bringen dürfte.

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Damit würden die Familien Porsche und Piëch erstmals familienfremden Aktionären Stimmrechte bei Porsche einräumen. VW-Aufsichtsratschef und Porsche-Miteigentümer Ferdinand Piëch soll mit seinem Widerstand gegen einen neuen Großaktionär innerhalb der Familie isoliert sein. Nur gemeinsam mit seinem Bruder Michel Piëch könnte er den Deal blockieren. Ob das entscheidende Treffen der Familie bereits stattgefunden hat, ist nicht bekannt.

Steigt Katar bei Porsche ein, steht Ferdinand Piëchs Vorhaben infrage, die Sportwagenmarke in den VW-Konzern zu integrieren. Porsche hält 51 Prozent an VW, hat sich bei der Übernahme aber übernommen und kämpft mit neun Milliarden Euro Schulden. Porsche hat zudem bei der KfW einen Kredit über 1,75 Mrd. Euro beantragt.

Den „Stuttgarter Nachrichten“ sagte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), er habe nichts dagegen, „wenn die beiden Unternehmen völlig getrennt bleiben und bei Porsche arabische Investoren einsteigen“. Niedersachsen ist nach Porsche zweitgrößter Volkswagen-Aktionär.

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