Medienberichte
Opel-Modell könnte bei PSA in Frankreich gebaut werden

Nach Medienberichten plant General Motors, die Produktion des Opel-Zafira-Nachfolgers bei Kooperationspartner PSA in Frankreich fertigen zu lassen.
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ParisDer Nachfolger des Opel-Zafira könnte einem Medienbericht zufolge in einem Werk des französischen Autobauers PSA Peugeot Citroën hergestellt werden. Im Zuge der Anfang 2012 zwischen PSA und dem US-Autobauer General Motors (GM) geschlossenen strategischen Allianz könnte das Fahrzeug der GM-Tochter Opel in der PSA-Fabrik in der ostfranzösischen Stadt Sochaux gefertigt werden, berichtete die französische Wirtschaftszeitung "Les Echos" am Mittwoch.

Im Gegenzug solle die neue Generation des Citroën C3 Picasso im Opel-Werk im spanischen Saragossa gebaut werden, berichtete „Les Echos" weiter. Dort produziert Opel derzeit den Minivan Meriva und einen Teil seiner Corsas. Das Blatt, das sich auf mehrere nicht näher benannte Quellen" beruft, spricht von einem Zeithorizont von drei bis vier Jahren. Ein Opel-Sprecher in Rüsselsheim sagte der Nachrichtenagentur AFP, er wolle „Medienspekulationen" nicht kommentieren.

GM und PSA hatten im Februar 2012 eine strategische Allianz geschlossen, GM stieg mit sieben Prozent bei den kriselnden Franzosen ein. Inzwischen haben beide Konzerne die gemeinsame Entwicklung mehrerer Fahrzeugprojekte vereinbart.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Medienberichte: Opel-Modell könnte bei PSA in Frankreich gebaut werden"

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  • @Ich_mag_keine_Populisten

    Ihre 'Auswander-These' scheint mir nicht ganz folgeschlüssig. Zur Erinnerung: Ich bin sehr fürsorgend für dieses Land eingestellt. Kann primär nicht schaden. Immerhin wurde der jetzige StatusQuo auch im hohen Maße von Menschen generiert, die ähnliches Streben hatten. Jeder Standort, der heute besteht, wurde einst dort erschaffen - von Menschen, denen es wichtig war, dass er DORT stehen soll.

    Ist aber urmenschlich, für die 'Seinen' sorgen zu wollen. Da kommen Sie selber wahrscheinlich gar nicht aus.

    Es ist nur eine Frage der Perspektive. Sie können sich aber gerne für Ihre anstehende Ortsumfahrung oder bessere Öffnungszeiten in der Kita stark machen - ist das gleiche in grün. Nur halt - kommunal.

  • Wieder einmal eine Klatsche für die deutschen Opel-Standorte. Im vergangenen Jahr feierte Opel sein 150 jähriges Jubiläum. Und ein Jahr später wird entschieden, dass es zukünftig keinen neuen Astra aus dem Mutterland von Opel geben wird, der wichtige siebensitzer Zafira vollständig abgegeben und bei einem anderen ausländischen Hersteller gebaut wird und mit Bochum ein traditionsreiches deutsches Opel-Werk im größten Bundesland (NRW) ganz geschlossen wird.

    Opel baut inzwischen gute Fahrzeuge aber die Opel-Händler spüren es immer deutlicher, dass die Kunden einen großen Bogen um die Opel-Händler machen. Herr Neumann bemüht sich redlich und die neue Werbemanagerin Frau Müller betreibt fleißig Kosmetik für die Marke Opel. Aber die Menschen haben ein feines Gespür und ein langes Gedächtnis. Der Name Opel ist weiterhin mit sozialen Problemen und einer Werksschließung behaftet und jetzt sogar mit dem Ausverkauf wichtiger Marken. Dagegen wird Frau Müller's Kosmetik wenig ausrichten können.

    Im Übrigen ist diese Politik eine heftige Klatsche gegenüber den Menschen im Standort Rüsselsheim, denen man vor einigen Monaten die Produktion des neuen Zafira zugesagt hatte. So verspielt man immer mehr Vertrauen bei der eigenen Belegschaft, und das nicht nur im Ruhrgebiet.

  • @Hans: Und woher nehmen Sie ihr "Wissen"? Es wurde von offizieller Seite bereits bestätigt, dass genau dies nicht passieren wird.

    Opel und PSA entwicklen gemeinsam Plattformen, auf denen dann verschiedene Opel- und Peugeot-/Citroenmodelle stehen werden. Eventuell werden auch gemeinsam Motoren entwickelt. Das ist allerdings noch nicht beschlossen. Der Rest (Design, Ausstattung, Karosserie, Sicherheitstechnik, Elektronik, Multimedia...) stammt von Opel. Man wird dem Fahrzeug also weder ansehen, dass es auf einer gemeinsam mit PSA entwickelten Plattform steht, noch wird man es sonst wie "fühlen".

    Simples Badge-Engineering, wovon Sie hier sprechen, wird es nicht geben! Das wurde, wie bereits erwähnt, schon vor Monaten angekündigt.

    Was das gemeinsame Bauen von Fahrzeugen angeht, so ist laut neuestem Interview mit PSA-Chef Varin noch nichts beschlossen. Es handelt sich also hier wieder nur einmal um ein Gerücht aus ominösen Quellen.

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