Industrie

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Medienberichte: Siemens trennt sich von Vorstandsmitglied Kux

Laut Medienberichten will sich Siemens von seiner ersten Frau im Vorstand in der Unternehmensgeschichte trennen. Barbara Kux ist bei dem Konzern für die Bereiche Nachhaltigkeit und Einkauf zuständig.

Barbara Kux, im Siemensvorstand zuständig für die Bereiche Einkauf und Nachhaltigkeit. Quelle: PRESSEFOTO
Barbara Kux, im Siemensvorstand zuständig für die Bereiche Einkauf und Nachhaltigkeit. Quelle: PRESSEFOTO

MünchenBei ihrer Berufung zum ersten weiblichen Vorstandsmitglied in der Geschichte von Siemens war die oberste Führungsriege noch voll des Lobes für Barbara Kux. Siemens bekomme eine "hervorragende Persönlichkeit mit einem breiten internationalen Erfahrungshintergrund", sagte Aufsichtsratschef Gerhard Cromme damals. Und Siemens-Chef Peter Löscher schwärmte: "Gerade angesichts der gegenwärtigen weltwirtschaftspolitischen Herausforderungen erfolgt die Bestellung von Frau Kux genau zum richtigen Zeitpunkt."

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Dieser Zeitpunkt ist nun offenbar überschritten. Siemens entzieht Barbara Kux, im Vorstand zuständig für die Bereiche Einkauf und Nachhaltigkeit, das Vertrauen. Wie die Online-Ausgabe der "Financial Times Deutschland" sowie die "Süddeutsche Zeitung" berichten, wird der Aufsichtsrat bei seiner nächsten Sitzung am 28. November den Vertrag der gebürtigen Schweizerin nicht verlängern. Das würde bedeuten, dass Kux bis spätestens November nächsten Jahres ihren Posten verlässt.

Laut "Süddeutscher Zeitung" hatte die 58-Jährige vergangenen Mittwoch bei einem Auftritt in Zürich schon länger kursierenden Gerüchten über eine Trennung vom Konzern selbst befeuert. Bei der "7th Women"s Business Conference" habe die Managerin gesagt, sie wolle sich demnächst auf Aufsichtsratsmandate konzentrieren. Auf die Nachfrage der Moderatorin, ob das denn heiße, dass ihr Vertrag bei Siemens nicht verlängert werde, habe sie diesen Gedanken nicht dementiert, sondern erklärt, dass es auch ohne sie gehe: "Wir haben ein gutes Team aufgebaut", habe Kux einem Bericht der Schweizer Zeitung "Der Sonntag" zufolge geanwortet.

Der Konzern schweigt bisher zu der Personalfrage. Insidern zufolge soll Kux eine zweite Amtsperiode angestrebt hatte, heißt es bei der "Financial Times Deutschland".

Drei Euro Dividende Siemens will sechs Milliarden Euro sparen

Siemens-Chef Peter Löscher läutet die schärfste Sparrunde seiner Amtszeit ein. Der Gewinn im Ende September geendete Geschäftsjahr war um 30 Prozent geschrumpft. Der Umsatz werde 2013 wohl stagnieren.

Siemens-Chef Peter Löscher holte die gebürtige Züricherin im November 2008 als erste Frau in den Vorstand eines Dax-Unternehmens. Zuvor hatte sie für den Elektronikkonzern Philips gearbeitet. Wie schon bei ihrem vorherigen Arbeitgeber war sie bei Siemens für die nachhaltige Ausrichtung des Konzerns verantwortlich, die Bedeutung dieses Themas ist in den vergangenen Jahren für Siemens stark gewachsen. Zudem gehörte der Einkauf zu ihrem Bereich.

Details zum Siemens-Quartalsergebnis

  • In welchen Regionen es gut läuft

    Der Auftragseingang für Siemens hat sich im vierten Quartal des Geschäftsjahres (bis Ende September) deutlich von Region zu Region unterschieden.

    Während für die USA ein Plus von 9 Prozent zu vermelden ist und für Asien/Australien ein Zuwachs von 6 Prozent, schrumpfte der Auftragseingang in Europa um drei Prozent.

    Insgesamt lag der Auftragseingang mit 21,7 Milliarden Euro annähernd auf Vorjahresniveau.

  • In welchen Sparten es gut läuft

    Siemens teilt sein Geschäft in vier „Sektoren“ ein, von denen im vierten Quartal vor allem das Energiegeschäft herausstach. Es legte beim Auftragseingang um zehn Prozent auf 8,7 Milliarden Euro zu. Auch das Geschäftsfeld Gesundheit meldete einen Zuwachs in Höhe von vier Prozent. Das Industrie- und das Infrastrukturgeschäft meldeten leichte Rückgänge in Höhe von drei beziehungsweise fünf Prozent.

  • Gewinnentwicklung

    Das Ergebnis der vier Bereiche, die nicht das gesamte Siemens-Geschäft umfassen, lag von Juni bis September zusammengenommen bei 2,1 Milliarden Euro und damit 13 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Vor allem Abschreibungen im Energiegeschäft drückten die Resultate.

 

  • 21.11.2012, 21:52 UhrTHHL

    ... nachhaltig ausgequotet..

  • 21.11.2012, 17:01 Uhrabc

    Zitat: "Frauen werden schon mal bei gleicher Eignung und Leistung weniger schnell befördert, wenn sie Familie haben und dem Rechnung tragen. "

    Um das mal zu korrigieren: Frauen werden bei gleicher Eignung weniger schnell befördert, weil sie weniger leisten. Und sie leisten deshalb weniger, weil ihnen die Familie wichtiger ist als die Firma.

    Das ist völlig in Ordnung. Aber Unternehmen bezahlen nicht dafür was Mensch in seiner Freizeit macht, sondern dafür was Mensch auf Arbeit macht.


    Zitat: "Eben weil Anwesenheit und Arschkriecherei mit Überstunden immer noch die besten Karrierebeförderer sind."

    Um auch das zu korrigieren: Ein Unternehmen bezahlt für eine Leistung die er haben will. Wenn die Leistung in Anwesenheit und Arschkriecherei besteht, dann ist das einzig und allein Sache des Unternehmens / des Managements. Es geht sie nichts an!

    Spannend wäre es zu wissen, woher Ihre angeblichen Kenntnisse über Karrieremechanismen kommen. Pflegen Sie die von Ihnen genannten 'Beförderer'? Hat es funktioniert?

  • 21.11.2012, 16:39 UhrBellaFigura

    die Gute muss dringend nach Hause: der Staub liegt mit Sicherheit schon fingerdick.

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