Medienkonzern
Vivendi-Chef: „Wir sind Gewinner der Krise.“

Der französische Telekom - und Medienkonzern Vivendi ist nach wie vor kaum betroffen von der Wirtschaftskrise. Der Gewinn 2008 sei mindestens um 8,3 Prozent gestiegen.

HB BERLIN. "Uns geht es gut", sagte Unternehmenschef Jean-Bernard Levy der "Welt". "Wie prognostiziert, ist unser Gewinn 2008 mindestens ebenso stark gestiegen wie 2007."

Damals hatte Vivendi auf vergleichbarer Basis 8,3 Prozent mehr verdient. "Uns trifft die Krise viel weniger, weil wir nur 0,5 Prozent unseres Umsatzes aus der Werbung ziehen. 70 Prozent dagegen kommen aus Abo-Modellen: also Mobilfunkverträge, Pay-TV oder Online-Videospiele."

Bereits im Dezember hatte Levy von einem "normalen" Weihnachtsgeschäft berichtet. Obgleich ein Videospiel 70 Euro koste, sei es auf die Stunde heruntergerechnet ein "günstiges Vergnügen", begründete die anhaltend guten Verkäufe.

"So gesehen sind wir also sogar Gewinner der Krise. Die Nachfrage nach Home-Entertainment steigt in Krisenzeiten erfahrungsgemäß." Levy deutete abermals Übernahmen an: "Wir haben einiges Geld zur Verfügung und halten Ausschau nach interessanten Zielen. Wenn wir zuschlagen, wird es in einer Branche sein, in der wir schon vertreten sind." Wie gut Vivendi genau dasteht, wird die Bilanzvorlage im März zeigen.

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