Medikament soll Mitte 2005 verfügbar sein
Schering bringt Hormonpille ohne US-Zulassung auf den Markt

Der drittgrößte deutsche Pharmakonzern Schering hat trotz der fehlenden Zulassung in den USA mit der Einführung des Hormonersatzpräparates Angeliq begonnen.

HB BERLIN. Schering teilte am Donnerstag mit, das Mittel sei nun in Deutschland, Schweden, Finnland, Island und Dänemark verfügbar, ebenso bereits in Südafrika, Belgien und in den Niederlanden. Bis Mitte 2005 solle Angeliq in den wichtigsten europäischen Ländern auf dem Markt sein. Dem Medikament werden jährliche Spitzenumsätze von 250 Milionen Euro weltweit zugetraut. Im kommenden Jahr solle das Medikament zur Behandlung von Beschwerden bei Frauen in den Wechseljahren auch in den meisten südamerikanischen Ländern auf dem Markt sein.

Im April hatte Schering mitgeteilt, es habe das Hormonersatzpräparat in den USA erneut zur Zulassung eingereicht. Ein erster Versuch war von der US-Gesundheitsbehörde FDA im Jahr 2002 wegen Unklarheiten über mögliche Nebenwirkungen abgelehnt worden. Schering-Chef Hubertus Erlen sagte Journalisten am Mittwochabend auf einer Informationsveranstaltung zu Angeliq, im günstigsten Fall könnte die US-Behörde noch dieses Jahr grünes Licht für die Vermarktung von Angeliq in den USA geben. „In einem optimistischen Szenario werden wir die Zustimmung für Angeliq dieses Jahr bekommen“, sagte Erlen. In einem weniger optimistischen Szenario könnten noch weitere Daten verlangt werden.

Ab 2005 erwarte er für das Geschäftsfeld Menopause Management in den nächsten Jahren prozentual zweistellige Wachstumsraten, sagte Erlen. Zu dem Geschäftsfeld Menopause Managment gehören etwa die Hormonpflaster Climara und Climara Pro sowie das niedrig-dosierte Hormonpflaster Menostar. Das Geschäftsfeld erzielt etwa sechs Prozent des gesamten Schering-Konzernumsatzes, der vergangenes Jahr bei 4,83 Mrd. Euro lag.

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