Medizin-Neuheiten
Bayer setzt auf neues Mittel gegen Lungenhochdruck

Es gibt erst wenige Mittel gegen Lungenhochdruck, deshalb wittert Bayer hier eine Lücke am Pharmamarkt. Zusammen mit anderen Neuheiten soll ein aktuell getestetes Mittel in dem Bereich beträchtliche Umsätze sichern.
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FrankfurtBayer testet sein neues Medikament gegen Lungenhochdruck in einem weiteren Einsatzgebiet. Deutschlands größter Arzneimittelhersteller will prüfen, ob das Mittel Adempas mit dem Wirkstoff Riociguat auch bei Lungenhochdruck-Patienten wirkt, bei denen eine Alternativ-Therapie nicht erfolgreich war, wie Bayer am Donnerstag in Berlin mitteilte. Adempas gehört zu fünf neuen Medikamenten, denen Konzernchef Marijn Dekkers zusammen einen Spitzenumsatz von jährlich mindestens 7,5 Milliarden Euro zutraut. Adempas soll einmal mindestens eine halbe Milliarde Euro im Jahr einfahren. In den USA und Japan ist die Arznei bereits auf dem Markt.

Bei Menschen, die unter Lungenhochdruck leiden, ist der Druck in den Lungen-Blutbahnen erhöht. Dadurch wird die Sauerstoffaufnahme erschwert und das Herz überlastet. Die neue Studie „Respite“ ist ein zulassungsrelevanter Test der Phase IIIb. Bayer prüft Adempas bei Patienten, bei denen eine Alternativ-Therapie mit PDE-5-Hemmern nicht wirkte. Rund 60 Patienten sollen teilnehmen. PDE-5-Hemmer sind bislang vor allem als Potenzmittel bekannt – sie werden aber auch gegen Lungenhochdruck eingesetzt. Zu ihnen zählen der mittlerweile patentfreie Viagra-Wirkstoff Sildenafil und der Wirkstoff Tadalafil des Konkurrenzmittels Cialis.

Es gibt mehrere Formen von Lungenhochdruck und bislang nur wenige Medikamente dagegen. Neben den Mitteln Tracleer und Opsumit des Schweizer Biotech-Konzerns Actelion und der Arznei Letairis der US-Firma Gilead zählt dazu noch Revatio des US-Pharmariesen Pfizer.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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