Medizinkonzern
Fresenius steigert Gewinn und Umsatz

Der Medizinkonzern Fresenius hat in den ersten neun Monaten von Währungseffekten und der Übernahme des US-amerikanischen Generikaanbieters APP Pharmaceuticals profitiert und mehr verdient als im Vorjahr.
  • 0

HB FRANKFURT. Die Wirtschaftskrise kann dem Gesundheitskonzern Fresenius weiterhin nichts anhaben. Das Bad Homburger Unternehmen steigerte im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis, wozu unter anderem die Dialysesparte Fresenius Medical Care (FMC) sowie gute Geschäfte mit patentfreien Infusionsmedikamenten in den USA beitrugen.

Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, nahm in den Monaten Juli bis September der bereinigte Überschuss binnen Jahresfrist um 14 Prozent auf 128 Mio. Euro zu. Analysten hatten im Schnitt 123 Mio. Euro erwartet. Das Unternehmen setzte 3,53 Mrd. Euro um nach 3,05 Mrd. Euro ein Jahr zuvor.

„Auf Basis der sehr guten Geschäftsentwicklung bestätigt Fresenius den Ausblick für das Geschäftsjahr 2009“, erklärte der Vorstand. Das Unternehmen erwartet währungsbereinigt einen Anstieg des Konzernumsatzes um mehr als zehn Prozent. Der Jahresüberschuss soll währungsbereinigt um rund zehn Prozent wachsen.

Die Dialysetochter FMC steigerte im dritten Quartal ihren Nettogewinn um neun Prozent auf 225 Mio. Dollar. Analysten hatten im Schnitt ebenfalls 225 Mio. Dollar erwartet. FMC macht den Hauptteil des Geschäfts in den USA und bilanziert deshalb in Dollar. Der operative Gewinn (Ebit) stieg um sieben Prozent auf 451 Mio. Dollar. FMC setzte 2,89 Mrd. Dollar um - das ist ein Zuwachs von sechs Prozent. Der durchschnittliche Umsatz je Behandlung in den USA, eine der wichtigsten Kennzahlen des Anbieters von Produkten und Dienstleistungen zur Blutwäsche, lag im abgelaufenen Vierteljahr bei 348 (Vorjahreszeitraum: 333) Dollar.

FMC erwartet nun für das Gesamtjahr 2009 einen Umsatz von rund 11,2 Mrd. Dollar, was einem währungsbereinigten Anstieg von etwa acht Prozent entspricht. Bisher wurden mehr als 11,1 Mrd. Dollar erwartet. Der Überschuss soll zwischen 865 und 890 Mio. Dollar liegen. Zuvor waren zwischen 850 und 890 Mio. Dollar in Aussicht gestellt worden.

Kommentare zu " Medizinkonzern: Fresenius steigert Gewinn und Umsatz"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%