Medizintechnik
Carl Zeiss Meditec plant schnelles Wachstum

Das Unternehmen Carl Zeiss will im laufenden Jahr stärker wachsen als die Märkte, in denen es aktiv ist. Mit neuen Angeboten zum Beispiel für Augenarztpraxen will es künftig zum Anbieter von integrierten Lösungen werden. Kunden sollen bald Geräte und IT-Lösungen aus einer Hand erhalten.
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FRANKFURT. Das Medizintechnikunternehmen Carl Zeiss will im laufenden Geschäftsjahr möglichst schneller wachsen als die Märkte, in denen es aktiv ist, und mit neuen Angeboten beispielsweise für Augenarztpraxen immer mehr zum Anbieter von integrierten Lösungen werden. "Wir erwarten mindestens ein Umsatzwachstum auf dem Niveau des Marktwachstums", sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Kaschke im Gespräch mit dem Handelsblatt. Die erreichte Ebit-Marge von aktuell 11,9 Prozent soll im laufenden Geschäftsjahr wenigstens gehalten werden, auch wenn das Unternehmen in den Ausbau des personalintensiven Geschäfts mit integrierten Lösungen investieren will. Carl Zeiss stellt unter anderem Systeme zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten her, aber auch Kontaktlinsen und Implantate für die Augenheilkunde. Außerdem bietet die Firma Operationsmikroskope und Instrumente für die Neuro- und Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie an.

Mit der Vernetzung seiner verschiedenen Diagnose- und Behandlungssysteme sowie neuen Angeboten zum Datenmanagement und-service in Arztpraxen will sich Carl Zeiss in Zukunft nicht mehr nur als Hersteller von Diagnose- und Behandlungsgeräten, sondern als Anbieter ganzer Lösungssysteme positionieren. Bei den Kunden wachse das Bedürfnis, die Arbeitsprozesse durch IT-Lösungen zu optimieren, heißt es.

Das im Tec-Dax notierte Unternehmen rechnet damit, dass die für das Unternehmen relevanten Märkte in Europa und den USA im laufenden Geschäftsjahr zwischen null und zwei Prozent wachsen werden, die asiatischen zwischen fünf und acht Prozent. In Europa und den USA macht Carl Zeiss rund 75 Prozent seines Umsatzes, die asiatische Region steuert etwa ein Viertel bei.

Wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise waren Arztpraxen und Kliniken in den USA und Europa in den vergangenen Monaten deutlich zurückhaltender bei der Anschaffung neuer medizinischer Geräte. Aber dank des zweistelligen Zuwachses in Asien konnte Carl Zeiss im abgelaufenen Geschäftsjahr (30. September) seinen Umsatz insgesamt um 6,6 Prozent auf 640 Mio. Euro steigern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um knapp 12 Prozent auf 76 Mio. Euro. Die positive Ergebnisentwicklung führt Unternehmenschef Kaschke zentral auf das 2008 gestartete Exzellenz-Programm Race 2010 zurück.

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