Medizintechnik
Carl Zeiss traut sich Ausblick zu

Carl Zeiss Meditec beruhigt seine Aktionäre: Der Medizintechnik-Anbieter zeigt sich für den weiteren Jahresverlauf optimistischer und gibt einen konkreten Ausblick für das Gesamtjahr.

HB JENA. Nun werde mit einem Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Ende September) gerechnet, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Im Mai hatte Carl Zeiss noch lediglich von dem Ziel gesprochen, weiter zu wachsen. Man fahre auf Sicht, hieß es damals.

Zur aktuellen Entwicklung des gerade abgeschlossenen dritten Geschäftsquartals wollte sich eine Sprecherin auf Anfrage nicht äußern und verwies auf die Aussagen in der Pressemitteilung. „Der gesamte Aufsichtsrat ist von den erzielten Ergebnissen überzeugt“, sagte Markus Guthoff, Aufsichtsratsvorsitzender der Carl Zeiss Meditec AG laut Mitteilung. „Wir können unsere Aussage bestätigen, dass wir als Carl Zeiss Meditec weiter wachsen und die Profitabilität erhalten sowie mittelfristig steigern werden. Im Vergleich zum Vorjahr wollen wir in diesem sehr schwierigen Jahr ein Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent erzielen“, wird Firmenchef Michael Kaschke wird zitiert.

In den ersten sechs Monaten bis Ende März war der Umsatz um 12,5 Prozent auf 336,7 Mio. Euro gestiegen, während sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 20,8 Prozent auf 38,9 Mio. Euro verbesserte. Die EBIT-Marge stieg auf 11,7 Prozent (VJ: 10,7).

Papiere von Carl Zeiss Meditec zählten im frühen Handel zu den stärksten Werten im TecDax. Bis 9.15 Uhr kletterten die Titel um 6,94 Prozent auf 10,79 Euro. Zeitgleich gewann der Index für Technologiewerte 1,04 Prozent auf 655,32 Zähler hinzu. Händler werteten es als positiv, dass der Konzern überhaupt eine Prognose wagt. Manche hätten mit einer Gewinnwarnung gerechnet, hob ein Börsianer hervor. „Der Vorstand hat sich mit einer Umsatzsteigerung von fünf Prozent rausgewagt, während viel andere Unternehmen sich eher in Schweigen hüllen“, sagte ein weiterer Marktteilnehmer. Die Prognose klinge zwar nicht berauschend, sei aber immerhin eine.

Edouard Aubery, Analyst bei equinet, wies in einer Analyse darauf hin, dass die Unternehmensprognose unter der bisherigen Marktschätzung von einem Umsatzplus von 6,7 Prozent liege - allerdings sei die eher optimistisch. Gleichzeitig sollte die Entwicklung in dem derzeitigen Marktumfeld als relativ solide angesehen werden.

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