Medizintechnik
FMC erhöht Jahresziele nach Gewinnsprung

Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) hat nach einem unerwartet hohen Gewinnanstieg im dritten Quartal seine Jahresziele erneut angehoben. Auch die Konzernmutter Fresenius hat deswegen ihre Ziele für 2006 nach oben korrigiert.

HB FRANKFURT. FMC teilte am Dienstag mit, der um Sonderfaktoren bereinigte Quartalsgewinn sei in den drei Monaten bis Ende September um 21 Prozent auf 145 Millionen Dollar gestiegen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Nettogewinn vor Einmaleffekten von 142 Millionen Dollar gerechnet.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um 47 Prozent auf 358 Millionen Dollar und fiel damit deutlich besser aus als von Analysten mit 337 Millionen Dollar erwartet. Der Umsatz kletterte um 30 Prozent auf 2,234 Milliarden Dollar.

Für das Gesamtjahr erhöhte der Anbieter von Produkten und Dienstleistungen zur Behandlung von chronisch Nierenkranken seine Prognosen. FMC erwartet nun einen Umsatz von etwa 8,4 Milliarden Dollar sowie einen Jahresüberschuss von mindestens 557 Millionen Dollar. Bislang hatte FMC einen Umsatz von 8,3 (Vorjahr: 6,7) Milliarden und einen Jahresüberschuss von 542 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Nicht in dieser Prognose berücksichtigt sind erwartete Einmalkosten sowie eine Änderung bei der Bilanzierung von Aktienoptionen. Das Unternehmen hatte erst im August seine Prognosen angehoben.

Im dritten Quartal setzte FMC mit Produkten für die Blutwäsche mit 530 Millionen Dollar 13 Prozent mehr um als vor Jahresfrist. Die Erlöse mit Dialysedienstleistungen kletterten um 37 Prozent auf 1,704 Milliarden Dollar. Der durchschnittliche Umsatz je Behandlung in den USA, eine der wichtigsten Kennziffern bei Dialyseunternehmen, legte im dritten Quartal auf 324 (Vorjahr: 299) Dollar zu.

Im Zuge mit FMC schraubte auch die Konzernmutter Fresenius ihre Jahresziele erneut nach oben. Der Gesundheitskonzern erwartet nun beim Jahresüberschuss ein währungsbereinigtes Wachstum von 40 bis 45 Prozent, nachdem zuvor ein Plus von rund 40 Prozent prognostiziert worden war. Der Umsatz soll auf mehr als 10,7 Milliarden Euro steigen, bislang war ein Anstieg um währungsbereinigt 35 Prozent auf rund 10,7 Milliarden Euro angekündigt worden. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz um 38 Prozent auf 2,765 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 55 Prozent auf 93 Millionen Euro, deutlich mehr als von Analysten mit 81 Millionen Euro prognostiziert.

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