Medizintechnik wird in diesem Jahr die Milliardenmarke beim Umsatz erreichen
Drägerwerk erntet die Früchte aus dem Joint Venture mit Siemens

Die zu den weltweit führenden Medizin- und Sicherheitstechnikanbietern gehörende Drägerwerk AG, Lübeck, erwartet nach einem guten Geschäftsjahr 2003 weitere Steigerungen bei Umsatz und Ertrag im laufenden Jahr.

beu HAMBURG. So soll trotz der Unsicherheit angesichts des weiter schwachen Dollars der Umsatz um über 10 % wachsen, der Vorsteuergewinn (Ebit) soll annähernd um 30 % auf 124 Mill. Euro und das Konzernergebnis über 20 % auf rund 46 Mill. Euro zulegen. Die Börse honorierte die Dräger- Prognosen mit einem Kursanstieg der Vorzugsaktie um knapp 10 % auf 51,99 Euro.

Der unabhängige Finanzanalyst Dieter Thomaschowski nennt als Kursziel für 12 Monate 60 Euro und für 18 Monate 65 Euro. Drägers Prognose stuft Thomaschowski als eher konservativ ein, da sie auf einem Dollarkurs von 1,30 basiere, dieser aber ständig zwischen 1,20 und 1,30 schwanke. Dräger stützt seine Erwartung darauf, dass sich vor allem die aus dem 2003 gebildeten Joint Venture mit Siemens hervorgegangene Medizintechnik weiter positiv entwickeln wird. Aus dem für 2004 geplanten Umsatz von 1,09 Mrd. Euro erwartet Dräger bei 20 Mill. Euro Einmalaufwendungen ein Ebit von 122 Mill. Euro.

Die in der Dräger Safety gebündelte und auf Atemschutz spezialisierte Sicherheitstechnik werde den Umsatz mit 480 Mill. Euro halten können. Doch werde hier das Ergebnis durch den hohen Dollar-Kurs stark belastet, so dass das Ebit nur 32 Mill. Euro betragen werde.

Im Geschäftsjahr 2003 hat Dräger nach vorläufigen Zahlen den Konzernumsatz um 6 % auf 1,4 Mrd. Euro erhöht. Währungsbereinigt entspricht dies einem Wachstum von 12 %. Die im Joint Venture mit Siemens unter dem Namen Dräger Medical geführte Medizintechnik setzte mit knapp 918 Mill. Euro rund 8 % mehr um als im Vorjahr. An der Dräger Medical hält Dräger 65 %. Der Umsatz bei Dräger Safety legte um 1,3 % auf 477 Mill. Euro zu.

Den Konzernüberschuss bezifferte Dräger auf 37,8 Mill. Euro nach 19,8 Millionen Euro im Vorjahr. Dazu hätten außerordentliche Erträge von 20 Mill. Euro aus dem Verkauf der Luft- und Raumfahrtsparte beigetragen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel mit 64 (Vorjahr: 66,3) Mill. Euro niedriger aus , was Dräger mit Währungseffekten und Einmalaufwendungen für das Gemeinschaftsunternehmen von 61 Mill. Euro erklärte. Die Dividende soll auf 0,40 (0,35) Euro für Vorzüge und auf 0,34 (0,29) Euro für Stämme erhöht werden.

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