Medizintechnikbranche
Medizintechnik sucht neue Märkte

Angesichts schrumpfender Nachfrage aus den USA müssen die Hersteller von medizinischen Großgeräten sparen. So kündigte der niederländische Elektronik-Konzern Philips an, 1 600 Stellen streichen zu wollen. Dennoch sieht sich der europäische Medizintechnikmarkt für die Finanzkrise gut gerüstet - und setzt auf die Erschließung neuer Märkte.

FRANKFURT. Am Wochenende kündigte der niederländische Elektronik-Konzern Philips an, in seiner Medizintechniksparte 1 600 Stellen streichen zu wollen. Das sind rund fünf Prozent der weltweit 32 000 Mitarbeiter, die in diesem Bereich arbeiten. Die Maßnahmen sind Teil des kürzlich verkündeten Optimierungsprogramms, mit dem Philips-Chef Gerard Kleisterlee die Margen des Konzerns halten und noch verbessern will. Inwieweit Philips-Standorte in Deutschland betroffen sind, ist noch nicht bekannt.

Eigentlich gilt die Medizintechnikbranche als relativ konjunkturunabhängig. Doch die Finanzkrise hat auf dem wichtigen amerikanischen Markt auch in der Gesundheitswirtschaft ihre Spuren hinterlassen. Aufträge für Großgeräte der medizinischen Bildgebung sind zum Teil storniert oder aufgeschoben worden, da viele Krankenhäuser in den USA bei der Finanzierung stark von den Kapitalmärkten abhängig sind. Zudem gibt es nach wie vor Kürzungen bei den staatlichen Programmen (Deficit Reduction Act).

So hatten die drei im Bereich bildgebende Verfahren führenden Anbieter General Electric, Siemens und Philips im Oktober bei der Vorlage ihrer Quartalszahlen von den Schwierigkeiten in diesem wichtigen Geschäftsbereich gesprochen, von sinkender Nachfrage und dem steigenden Druck auf die Margen. Der Siemens-Konzern hatte bereits im Juli angekündigt, im Zuge seines Konzernumbaus 1 600 Stellen (rund zehn Prozent) im Bereich Healthcare abbauen zu wollen - vor allem im Bereich der Verwaltung. Beim US-Unternehmen GE lag der Blick der Märkte nach zwei Gewinnwarnungen zuletzt vor allem auf der Finanzierungssparte des Konzerns, die bislang rund die Hälfte zum Gewinn beisteuerte. Dass auch bei dem einstigen US-Vorzeigeunternehmen Stellen gestrichen werden soll, ist angekündigt, wo und wie viele aber noch offen.

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