Medizintechnikunternehmen
Carl Zeiss erwartet gutes erstes Quartal

Das Medizintechnikunternehmen Carl Zeiss Meditec geht nach einem guten Start in das seit Oktober laufende neue Geschäftsjahr von einem substanziell besseren ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus.

FRANKFURT. Das Medizintechnikunternehmen Carl Zeiss geht nach einem guten Start in das seit Oktober laufende neue Geschäftsjahr von einem substanziell besseren ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Damals hatte das Unternehmen, das Geräte für die Mikrochirurgie sowie die Augenheilkunde herstellt, vor allem unter der Kaufzurückhaltung der amerikanischen Augenärzte gelitten. Diese wichtige Klientel hatte in Folge der Immobilienkrise die Anschaffung neuer Geräte erst einmal zurückgestellt.

Seit dem vierten Quartal erhole sich dieses Geschäft nun wieder, berichtete der Vorstandsvorsitzende Michael Kaschke gestern bei der Präsentation der Jahreszahlen. Eine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr wagte er allerdings nicht: Die wirtschaftliche Unsicherheit sei derzeit zu groß, zudem sei noch nicht klar, welche Pläne der designierte US-Präsident Obama für das amerikanische Gesundheitssystem umsetzen werde.

Carl Zeiss das zu 65 Prozent im Besitz der Carl Zeiss AG ist, macht rund 35 Prozent ihres Umsatzes in den USA. Den Umsatzrückgang dort konnte das Unternehmen durch zweistellige Zuwachsraten in Europa und Asien ausgleichen. Insgesamt legte der Umsatz des Medizintechnikunternehmens um 5,4 Prozent auf 600 Mio. Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent auf 67,8 Mio. Euro. Die Ebit-Marge liegt bei 11,3 Prozent, womit das Unternehmen seine Anfang vergangenen Jahres nach unten korrigierte Prognose erreicht hatte. Für die Analysten von Cheveux und Equinet lag das operative Ergebnis unter den Erwartungen. Die im Tec Dax notierte Aktie startete gestern in einem negativen Marktumfeld mit einem deutlichen Abschlag von 4,65 Prozent.

Carl Zeiss will nach den Worten Kaschkes auch in Zukunft gezielt zukaufen. Mit einer Eigenkapitalquote von 70 Prozent sieht sich das Unternehmen gut gerüstet. Zuletzt hatte das Unternehmen im September 2007 für rund 20 Mio. Euro den Augenimplantat-Hersteller Acri Tec gekauft. tel

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