Medtronic-Chef Art Collins im Interview
„Wir akquirieren nicht um zu wachsen“

Der Chef des Medizintechnik-Konzerns Medtronic, Art Collins, sprach mit dem Handelsblatt über seine Strategie, die Konkurrenz zur Pharmaindustrie und das deutsche Gesundheitswesen.

Medtronic ist der weltweit führende Medizintechnik-Hersteller. Mit 60 Milliarden Euro Marktkapitalisierung ist der Konzern rund doppelt so viel wert wie Bayer oder BASF. Trotzdem kennt die Öffentlichkeit Sie kaum. Warum?

Die Patienten wissen oft nicht, von welchen Hersteller die Implantate stammen, die ihnen eingepflanzt werden. Das ist in unserem Geschäft völlig anders als in der Pharmaindustrie. Dort erkennen die Patienten die Marken der ihnen verabreichten Medikamente in hohem Maße wieder. Das funktioniert dort ähnlich wie bei Konsumgütern – bei uns dagegen nicht.

Bei den Investoren ist das offenbar anders.

Die kennen uns nur zu gut. Denn viele unserer Produkte werden bei wichtigen Indikationen wie Herz- Kreislauf- Erkrankungen oder Diabetes eingesetzt. Aber auch die Patienten informieren sich immer besser. Im Internet stoßen nicht nur Ärzte, sondern auch Patienten auf Medtronic. Auch werden Medizin und Medizintechnik zunehmend Thema von Presseberichten.



Der Kurs der Medtronic- Aktie verläuft seit Jahren relativ flach. Ist das nicht ungewöhnlich für ein Unternehmen in ihrem Geschäft?

Noch vor ein paar Jahren wurde Medtronic an der Börse mit einem sehr hohen Multiple bewertet. Während bei anderen Unternehmen seither das Verhältnis von Aktienkurs und erwarteten Erträgen in den Keller rutschte, hielt sich bei Medtronic das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Aber das kümmert mich als CEO eigentlich wenig. So lange Medtronic gut performt, kümmert mich diese Kennzahl eigentlich wenig. Wir streben an, bei unseren Erlösen und Erträgen langfristig mit der gleichen Rate zu wachsen.

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