Mega-Fusion mit Bayer: Ein langes Kartellverfahren steht bevor

Mega-Fusion mit Bayer
Wann Monsanto zahlen muss

Ein langes Kartellverfahren steht bevor

Das Verfahren mit den Kartellbehörden wollen die Konzerne natürlich so schnell wie möglich abschließen. Im Vertragstext wird eine Art Deadline für das Fusionsprojekt genannt, es ist der 14. September 2017. Steht dann noch die ein oder andere Entscheidung einer Kontrollbehörde aus, verlängert sich diese Frist bis zum 14. Juni 2018.

Fast alle Experten gehen davon aus, dass sich Bayer und Monsanto auf ein längeres Kartellverfahren einstellen müssen. Grund ist die fortschreitende Konzentration in der Agrochemie: Nur vier Konzerne werden künftig 75 Prozent des Weltmarktes konzentrieren. Bayer ist zuversichtlich, die generelle Zustimmung der Behörden zu bekommen. Das Management begründet dies mit intensiven Analysen, die es gemeinsamen mit internen und externen Rechtsexperten erstellt hat.

Es ist aber absehbar, dass vor allem in der US-Politik die Fusionen in der Branche intensiv diskutiert werden. Am Dienstag dieser Woche berief der Vorsitzende des Justizausschusses im US-Senat, Charles Grassley, eine erste Anhörung dazu in Washington ein. Es kamen Topmanager aller beteiligten Firmen sowie Kartellexperten und Politiker zusammen.

„Die Konsolidierung in der Branche wirkt auf mich wie ein Tsunami“, sagte Senator Grassley. Er sei besorgt, dass die Konzentration zu weniger Auswahl und höheren Preisen bei Pflanzenschutzmitteln und Saatgut führen werde. Das werde die Landwirte, aber auch die Konsumenten treffen. Grassley kommt selbst aus der Landwirtschaft, er vertritt den bäuerlich geprägten US-Bundesstaat Iowa.

Die Vertreter der Agrofirmen wie Monsanto und Bayer Crop Science wiesen die Befürchtungen erwartungsgemäß zurück. Der Wettbewerb werde auch künftig intensiv bleiben. Robert Fraley, Chief Technology Officer von Monsanto, stelle bei der Anhörung die Zwänge in der Branche heraus. „Unsere Industrie muss dringend mehr investieren“ sagte er. Die Fusionen würden dafür höhere Finanzkraft und Forschungskapazitäten bringen. Innovationen könnten so schneller an den Markt gebracht werden. Die Entwicklung neuer Produkte für die Agrochemie kostet die Unternehmen mehrere hundert Millionen Dollar.

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