Megafusionen im Ölsektor derzeit nicht rentabel
Total rechnet mit Öffnung der Ölmärkte im Mittleren Osten

Der Chef von Total, dem viertgrößten börsennotierten Ölkonzern der Welt, Thierry Desmarest, erwartet, dass die Opec-Länder im Mittleren Osten ihre Ölförderung für ausländische Firmen öffnen.

HB PARIS. "Ich glaube, dass wir in den kommenden fünf Jahren Abkommen mit den nationalen Ölgesellschaften im Mittleren Osten abschließen können", sagte Desmarest im Gespräch mit dem Handelsblatt. Länder wie Saudi-Arabien haben jüngst zwar Investitionen in den Gassektor zugelassen, das Ölgeschäft steht aber unter nationaler Kontrolle.

Spekulationen über einen Einstieg beim russischen Ölkonzern Sibneft wies Desmarest zurück: "Wir suchen keine großen Akquisitionen in Russland", sagte er. Russland sei ein schwieriger Markt. Total erwäge daher auch nicht, ein Angebot für die Yukos-Tochter Yugansneftegaz abzugeben.

Desmarest hält Megafusionen im Ölsektor derzeit auch für nicht rentabel. Total werde daher nur auf die Übernahme kleinerer Firmen zielen. Der französische Konzern gilt als einer der profitabelsten der Branche mit einer auf mehr als 30 Milliarden Euro geschätzten prall gefüllten Kriegskasse.

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