Mehr als 1000 Stellen in Gefahr
Agfa streicht weitere Stellen

Agfa-Gevaert musste im dritten Quartal einen Gewinneinbruch hinnehmen. Schuld daran sind Wechselkursschwankungen, verteuerte Rohstoffe und ein zunehmender Preiskampf.

HB BRÜSSEL. Um Kosten zu sparen, will das Unternehmen weltweit mehr als 1 000 Arbeitsplätze streichen. Das operative Ergebnis sei um knapp 30 Prozent auf 50 Millionen Euro zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Brüssel mit. Damit bewegte sich Agfa im Rahmen der Prognosen von Analysten, die eine Spanne zwischen minus 29 und plus 65 Millionen Euro vorhergesagt hatten. Der Nettoumsatz sank um fast neun Prozent auf 953 Millionen Euro und blieb damit hinter der durchschnittlichen Analystenprognose von 998 Millionen Euro zurück.

Agfa hat sich in den vergangenen Jahren einer Reihe von Umstrukturierungsmaßnahmen unterzogen. Erst im August hatte das Unternehmen den Verkauf seiner in Deutschland ansässigen Fotofilmsparte Consumer Imaging bekannt gegeben. Am Donnerstag erklärte eine Unternehmenssprecherin, der Konzern werde weltweit 5,8 Prozent seiner Arbeitsplätze streichen.

Zu den Aussichten für die zwei nach dem Verkauf der Foto-Sparte verbliebenen Geschäftsbereiche gab sich das Unternehmen optimistisch. „Agfa erwartet, dass das günstige Marktumfeld bei den Grafik-Systemen in den letzten Monaten 2004 anhält“, hieß es in einer Mitteilung. Obwohl die Foto-Sparte verkauft wurde, war ihr Ergebnisbeitrag in den Zahlen zum dritten Quartal noch beinhaltet.

Die Aktien von Agfa büßten am Donnerstag an der Börse in Brüssel deutlich ein und verloren zwischenzeitlich mehr als acht Prozent auf 23,28 Euro.

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