Mehr als fünf Prozent Umsatzwachstum angepeilt
MAN kann sich vor Aufträgen kaum retten

Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbau-Konzern MAN hat zum Jahresanfang ein dickes Plus bei den Auftragseingängen verbucht. Deshalb blickt das Unternehmen optimistischer als bisher aufs Gesamtjahr.

HB MÜNCHEN. „Wenn die Konjunktur sich nicht wesentlich verschlechtert, erwarten wir für MAN einen Zuwachs im Umsatz von über fünf Prozent“, sagte MAN-Chef Hakan Samuelsson auf der Hauptversammlung am Freitag in München laut Redetext. Bislang hatte MAN von genau fünf Prozent gesprochen. Der Konzern bekräftigte, dass das operative Ergebnis dazu überproportional steigen solle.

Im April legte der Auftragseingang dank einiger Großaufträge um 44 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro zu. Der Umsatz kletterte um 13 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro. Damit belief sich der Auftragseingang von Januar bis April auf rund sieben Milliarden Euro, was einem Plus von 47 Prozent entspricht. Der Umsatz lag in den ersten vier Monaten des Jahres um elf Prozent höher bei 4,395 Milliarden Euro.

Die Nachfrage nach Lkw - MANs größter Geschäftsbereich - dürfte 2005 leicht zunehmen, während das Busgeschäft gedämpft verlaufe, sagte Samuelsson. Alle anderen Bereiche mit Ausnahme der Bogendruckmaschinen profitierten von einer anhaltend guten Nachfrage oder Auftragsbeständen.

Ekkehard Schulz ist vom Aufsichtsrat zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Der Vorstandsvorsitzende von ThyssenKrupp trete die Nachfolge von Volker Jung an, der nicht mehr zur Wahl angetreten war, teilte MAN mit. Stellvertretende Vorsitzende seien Gerlinde Strauss-Wieczorek von der IG Metall sowie der BMW-Aufsichtsratvorsitzende Joachim Milberg.

Neu in den Aufsichtsrat sei der ehemalige MAN-Vorstandsvorsitzende Rudolf Rupprecht, sowie der Präsident der Powertrain-Gruppe von Magna International, Herbert Demel, der Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall Klaus Eberhardt sowie Lufthansa-Vorstandsmitglied Karl-Ludwig Kley eingezogen.

Sein Werk in Penzberg bei München will MAN zum 1. Juli im Zuge eines Management-Buyouts ausgliedern. An der neuen Gesellschaft, die unter dem Namen Automotive Component Penzberg GmbH firmieren solle, werde MAN Nutzfahrzeuge 40 Prozent halten. 60 Prozent übernehme der neue Alleingeschäftsführer Ralf Simon, bisher Werksleiter der Standorte München und Penzberg. In dem Werk fertigen derzeit etwa 700 Mitarbeiter vor allem kleinere Stahlkomponenten für die Lkw-Montage.

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